Fußgänger besonders gefährdet

12. Jänner 2009, 14:13
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Zwölf der 27 Verkehrstoten des Vorjahres waren zu Fuß unterwegs - Leichter Anstieg bei Alkolenkern unter Unfallbeteiligten

Wien - Fußgänger sind auf Wiens Straßen besonders gefährdet: Das geht aus der Wiener Unfallbilanz für das Jahr 2008 hervor, welche die Polizei am Montag bei einer Pressekonferenz vorgelegt hat. Zwölf der 27 Verkehrstoten in der Bundeshauptstadt waren demnach zu Fuß unterwegs. Generell gesehen, ist die Bilanz jedoch durchaus erfreulich - bei Unfallzahlen und Toten gab es Rückgange.

2007 waren noch 35 Menschen auf Wiens Straßen ums Leben gekommen, im vergangenen Jahr waren es um acht weniger. Mit 4.783 Unglücken gab es um rund 400 weniger als 2007 (5.184), bei den Verletzten gab es eine Reduktion um mehr als 500 von 6.568 auf 6.016.

Mehr Unfälle unter Alkoholeinfluss

2008 kam es 273 Mal zu Unfällen mit Alkoholeinfluss, 2007 waren es 261 Unglücke, sagte Peter Goldgruber, Leiter der sicherheits- und verkehrspolizeilichen Abteilung. Dementsprechend kündigten Goldgruber und der Leiter der Verkehrsabteilung, Oberst Karl Wammerl, an, dem Lenken unter Alkohol- und Drogeneinfluss auch heuer besondere polizeiliche Aufmerksamkeit zukommen zu lassen. 2008 waren 4.854 der 10.968 Führerscheinabnahmen alkoholbedingte. Die Schwerpunktkontrollen des Advent sollen nahtlos in Schwerpunkte aus Anlass der Ball- und Faschingssaison übergehen.

Hauptunfallverursacher Raser

Hauptunfallursache war einmal mehr überhöhte Geschwindigkeit, oft in Verbindung mit Unachtsamkeit, weil der Lenker zum Beispiel ohne Freisprecheinrichtung telefonierte. Goldgruber selbst erzählte davon, dass er einen Lenker auf der Autobahn gesehen habe, der mit beiden Händen eine SMS in sein Telefon getippt habe. "Es gibt nichts, was es nicht gibt", meinte er.

Weitere Schwerpunkte sind heuer die Überprüfung des Verhaltens auf Schutzwegen und die Einhaltung des Sicherheitsabstandes. Die Gurtenpflicht, die Sicherung der Kinder - noch immer neben Alkohol am Steuer das am häufigsten begangene Vormerkdelikt -, die Sicherung der Ladung, Telefonieren ohne Freisprecheinrichtung sowie Roadrunner-, Schwerverkehr- und Buskontrollen sind weitere wichtige Punkte. (APA)

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    Fußgänger sind im Straßenverkehr besonders gefährdet

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