Aktionäre ringen um Aufsichtsratsbesetzung

11. Jänner 2009, 19:49
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Präsident Dieter Rampl geht - Libyer wollen einen Sitz im Kontrollgremium

Mailand - Um die neue Governance und eine mögliche Neubesetzung des Präsidentenamtes bei der Bank-Austria-Mutter UniCredit geht es beim Treffen der UniCredit-Großaktionäre am Montag. Die Vertreter der Stiftungen CariVerona (5,08 Prozent), der Sparkasse von Turin Crt (3,8 Prozent) und der Carimonte aus Bologna (3,3 Prozent) beraten nicht nur über den Einstieg des neuen libyschen Großaktionärs Central Bank of Libya (4,9 Prozent) in den Board - vor allem geht es um die Präsidentschaft im Kontrollgremium.

Das Mandat von Dieter Rampl läuft im Frühjahr aus. Rampl ist seit der Fusion der HypoVereinsbank (HVB) mit UniCredit Präsident der Mailänder Großbank; inzwischen hat sich aber deren Aktionärsstruktur geändert. Rampl wird zudem kritisiert, dass er "mehr als Co-Manager von UniCredit-Chef Alessandro Profumo agiert und kaum die Interessen der Großaktionäre vertritt", heißt es.

Angeblich will Cariverona Ex-Generali-Präsident Gianfranco Gutty zum UniCredit-Aufsichtsratschef küren. Er findet aber kaum Zustimmung bei der Turiner Stiftung, die UniCredit-Vizepräsident Fabrizio Palenzona favorisiert.

Definitive Entscheidungen über einen stärkeren Einfluss der Großaktionäre auf strategische Entscheidungen werden erst im Frühjahr erwartet. Sicher scheint, dass die "europäische" Komponente der Bank immer geringer wird. (tkb, DER STANDARD, Print-Ausgabe, 12.1.2009)

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