Auftragsbestand so niedrig wie 20 Jahre nicht

11. Jänner 2009, 14:41
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Verschrottungsprämie nicht ausreichend, um Absatz anzukurbeln

Frankfurt - Der Auftragsbestand der deutschen Autobauer ist nach Angaben von Verbandschef Matthias Wissmann auf den niedrigsten Stand seit 20 Jahren gesunken. Auch wenn die Absatzzahlen im Dezember weniger stark eingebrochen seien als befürchtet, könne von einer Entspannung keine Rede sein, sagte der Präsident des Branchenverbandes VDA dem Magazin "auto motor und sport" laut Vorabmeldung.

"Die Inlandsbestellungen der deutschen Hersteller lagen um 21 Prozent unter dem Vorjahresniveau und waren damit im vierten Quartal um 20 Prozent im Minus. Deshalb macht uns auch der Auftragsbestand große Sorgen", sagte Wissmann. "Er liegt um elf Prozent unter dem Vorjahreswert und damit auf dem niedrigsten Niveau seit Ende der 80er Jahre."

Verschrottungsprämie

Sollte sich die Absatzkrise fortsetzen, sieht Wissmann die Gefahr, dass die Hersteller in der zweiten Jahreshälfte auch Entlassungen in der Stammbelegschaft aussprechen. "Die Unternehmen haben ein elementares Interesse daran, ihre hoch qualifizierten Mitarbeiter weiter zu beschäftigen". Wenn sich aber nach dem ersten Halbjahr 2009 kein Licht am Ende des Tunnels zeige, werde es schwierig, diese Strategie aufrecht zu erhalten.

Die von der deutsche Bundesregierung vorgeschlagene Verschrottungsprämie für Altautos sei ein "ergänzendes Element", aber nicht ausreichend, um die Autokonjunktur anzukurbeln. Nötig sei die kurzfristige Einführung der CO2-basierten Kfz-Steuer, "am besten noch zum 1. Juli 2009." (APA/Reuters)

 

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