Österreich hilft Slowenien aus

9. Jänner 2009, 20:05
68 Postings

EU-Koordinierungsgruppe drängt auf höhere Produktion in Norwegen, den Niederlanden, Rumänien und Polen

Brüssel - Die Gas-Koordinierungsgruppe der EU erörterte am Freitag eine Reihe von kurzfristigen Maßnahmen zur Verbesserung der Energiesituation in den vom Gasstreit zwischen Russland und der Ukraine betroffenen Länder. Dazu zählen eine Erhöhung der Produktion in Norwegen, den Niederlanden, Rumänien und Polen, um den Verlust des russischen Gases zu kompensieren. Außerdem sollten die vorhandenen Speicherkapazitäten in den europäischen Ländern so viel wie möglich genutzt werden. Dabei wurde auch das Beispiel Österreichs, das bereits jetzt Slowenien zu Hilfe kommt, und Ungarns, das Serbien aushilft, angeführt.

Am stärksten betroffen ist derzeit Bulgarien, das einen 100 Prozent-Lieferausfall hat. Bei der Slowakei sind es 97 Prozent, bei Griechenland 80 Prozent. Österreich, das mit 66 Prozent Lieferausfällen angegeben wird, konnte verstärkt Gas von Norwegen und Deutschland beziehen. Tschechien kämpft mit einem Ausfall von 71 Prozent, Slowenien von 50 Prozent, Ungarn liegt bei 45 Prozent, Polen bei 33, Rumänien bei 34, Deutschland bei 60 Prozent, Italien bei 25 und Frankreich ist mit 15 Prozent betroffen, teilte die EU-Kommission Freitagabend mit. (APA)

Share if you care.