3800 Beschwerden über AWD

9. Jänner 2009, 20:02
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Sammelaktion des VKI läuft noch bis 15. Jänner

Wien - Kunden des Finanzdienstleisters AWD, die sich beim Kauf von Immofinanz-Aktien vom AWD mangelhaft beraten fühlen, können sich noch bis inklusive 15. Jänner beim Verein für Konsumenteninformation (VKI) melden. Sie erhalten dann auch das Angebot, sich einer der vom VKI geplanten Sammelklagen gegen den Strukturvertrieb anzuschließen.

Bislang sind bei der Ende Oktober 2008 im Auftrag des Konsumentenschutzministeriums gestarteten VKI-Sammelaktion 3800 Beschwerden über angeblich mangelhafte Beratung durch den AWD eingetroffen, sagte VKI-Rechtsexperte Peter Kolba dem STANDARD.

Die Hälfte der Fälle habe der VKI bereits überprüft, der daraus hochgerechnete Schaden belaufe sich auf 40 Millionen Euro. Wer Schadenersatz aus falscher Beratung geltend machen möchte, müsse nun entweder vor Prozessbeginn seine Immofinanz-Aktien verkaufen und die Differenz zwischen An- und Verkaufspreis einklagen oder die auf dem Depot liegenden Aktien im Lauf des Verfahrens Zug um Zug gegen Zahlung des Kaufpreises herausgeben, erklärte Kolba. "Man kann nicht Schadenersatz bekommen und mit den Aktien noch auf Gewinne spekulieren, wie viele Leute glauben."

Da die Causa AWD/Immofinanz inzwischen auch von Rechtsschutzversicherern zum Massenschaden erklärt worden sei, sollten sich Versicherte rasch an die von ihren Assekuranzen beauftragten Anwälte wenden, so Kolba. (kol, DER STANDARD, Print-Ausgabe, 10./11.1.2009)

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