Rauchverbote: "Verkehrte Welt", gut ausgeschildert

9. Jänner 2009, 19:57
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Vorne ist nun die große Nichtraucherzone. Während die Raucher hinten im Kammerl fast schon übereinander hocken.

Die endgültigen Auswirkungen des nun geltenden Rauchverbotes in Lokalen sind derzeit noch im Dunstigen. Die einen ignorieren's, die anderen setzen auf die Übergangsfrist, die bis 2010 gilt - und wenn ein Wirt doch etwas unternimmt, ist das Ergebnis meist eher wuggi.
Wie zum Beispiel im "Espresso" in der Burggasse, von dem Martina zu berichten weiß: Früher seien die Raucher vorne im größeren Lokalraum gesessen. Hinten hingegen hockten die paar Nichtraucher, die ohne rauchende Freunde gekommen waren. Jetzt spielen sie im "Espresso" hingegen "verkehrte Welt": Vorne ist nun die große - und gähnend leere - Nichtraucherzone. Während die Raucher hinten im Kammerl dunsten und fast schon übereinander hocken.

Das einzige, was wirklich für alle gilt, sind die Grüße aus Schilda: Die Schilder-Pflicht. Denn draußen muss ja den potenziellen Gästen kundgetan werden, was sie drinnen erwartet. Ob es Raucher- und Nichtraucherzonen gibt - oder ob es sich um ein kleines Kaschemmerl handelt, bei dem sich die Besitzer nur entscheiden mussten: Lassen sie pofeln oder nicht.
Im Café "Ingrid" in der Garnisongasse haben sie diese Frage auf besondere Art und Weise gelöst: Sie blieben beim Rauchen - etwas anderes wäre bei einem Lokal wie dem "Ingrid" auch eher komisch rübergekommen. An der Türe hängt ein besonders großer Zettel: "Raucherlokal - auch Nichtraucher sind willkommen!" (Roman David-Freihsl/DER STANDARD-Printausgabe, 10.1.2009)

  • An der Türe des Café "Ingrid" hängt ein besonders großer Zettel ...
    foto: david-freihsl

    An der Türe des Café "Ingrid" hängt ein besonders großer Zettel ...

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