"Der Neoliberalismus wird nützen - noch lange"

9. Jänner 2009, 18:14
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    foto: standard/hendrich

    Klaus Woltron, Unternehmer, plädiert für eine Art ökologischen Kapitalismus mit strengen Regeln und effizienten Kontrollen.

Unternehmer und Ex-ABB-Chef Klaus Woltron warnt im davor, Spekulationsauswüchse für eine kapitalismusspezifische Krankheit zu halten

Der Ex-ABB-Chef plädiert aber für strenge Regeln und Kontrollen. Gefragt hat Renate Graber.

***

STANDARD: Sie waren Manager in vielen Teilen der Welt; spätestens an der jetzigen Wirtschaftskrise sieht man, wie vernetzt die Welt heute ist. Haben die Globalisierungsgegner mit ihrer Kritik doch recht?

Woltron: Die Globalisierungsgegner haben recht - jedenfalls mit ihrer Kritik am Kasino-Auswuchs der Globalisierung. Sie haben aber überhaupt nicht recht, wenn sie den Kapitaltransfer kritisieren, so lange der nicht spekulativ ist, denn dieser Transfer hat zum materiellen Wohlstand auf der Welt extrem viel beigetragen. Spekulationsblasen mit den ihnen folgenden Ernüchterungen gab es seit der Tulpenkrise 1650 immer wieder.

STANDARD: Und immer wieder wird die Welt davon überrascht.

Woltron: Ja, weil die zwei Generationen dazwischen es wieder vergessen. Aber noch einmal: Die Kasino-Auswüchse im Kapitalismus haben mit der Globalisierung nichts zu tun, die Spekulationsauswüchse sind keine kapitalismusspezifische Krankheit. Solche Blasen sind eine Krankheit, die man nicht dazu benützen darf, unser gesamtes Wirtschaftssystem zu verteufeln; das wäre ein großer Fehler. Als sagte man, der Mensch ist nichts wert, weil er ab und zu Krebs bekommt. Die Kapitalströme verbreiten sich mit Lichtgeschwindigkeit über denGlobus, der Kapitalaustausch ist unentbehrlich für die Weltwirtschaft - und daher ist das Kasino nun auch globalisiert. Dadurch ist der Schaden, nämlich, dass die Bank geknackt ist, gewaltig. Das, was in New York passierte, hat weit weg, etwa auf den Seychellen, zu einer Bombeninflation geführt, Brot und Butter wurden 40 Prozent teurer.

STANDARD: Sie sagen, der Kapitalismus sei an seine Grenzen gestoßen. Wo stehen wir somit?

Woltron: Die Menschheit ist an ihre Grenzen gestoßen. Meines Erachtens nach ist die jetzige Form des organisierten Wettbewerbs das effizienteste Ausbeutungssystem für die Natur. Wir haben viele Grenzen überwunden, geografische, technische, medizinische, aber jetzt stehen wir an.

STANDARD: Wer ist schuld daran?

Woltron: Schuld sind die, die sich jetzt am meisten aufregen: Die Regierungen, die jetzt gescheit tun, aber es vorher verabsäumt haben, entsprechende Regulative aufzustellen. Dafür hätten wir all diese Leute nämlich, unsere Finanzminister, aber auch Alain Greenspan.

STANDARD: Was tun?

Woltron: Wenn es uns gelingt, die Wirtschaft so auf Touren zu bringe, dass das Wachstum 2,5 bis 3,5 Prozent beträgt, um das fiskalische System im Gleichgewicht zu halten, dann wird die Maschine wieder funktionieren. Aber dann haben wir das viel größere Problem, nämlich, dass wir damit die Lebensgrundlagen unserer Nachfahren eindeutig reduzieren.

STANDARD: Wie kommt man aus dem Dilemma wieder heraus? Die Wirtschaft muss wachsen, aber das geht auf Kosten unserer Kinder und Kindeskinder?

Woltron: Schwierig. Es wird notwendig sein, einen Algorithmus für die Ökonomie zu finden, der eine Synchronisierung mit den Notwendigkeiten und Zwängen der Biologie herbeiführt. Das wird nur gehen, indem wir unser gesamtes Aktivitätsniveau absenken.

STANDARD: Auch die wirtschaftliche Aktivitäten?

Woltron: Ja. Es ist nämlich ganz einfach alles nur begrenzt vorhanden auf der Welt, nehmen Sie nur das Öl. Lange bevor die Zwänge des Mangels sich materialisieren, bemächtigen sich die Gescheiten und Mächtigen der Rohstoffe, das war schon immer so.

STANDARD: Was kommt also nach dem Neoliberalismus?

Woltron: Auch da muss man gedankentreu sein. Das Gedankengut der wirklichen Neoliberalen, der Ordoliberalen also, ist nicht schlecht: Möglichst großer Freiheitsgrad für den Einzelnen, aber unter Vorgabe sehr strikter Regeln, die auch kontrolliert werden.

STANDARD: An der Kontrolle hat es aber gemangelt?

Woltron: Genau. Macht doch jeder, was er will. Schauen Sie doch nur unsere Kaffeeröster an, die auf ihren Yachten mit ihren Ex-Finanzministern herumfahren, während Anleger ihr Geld verloren. In den USA ginge das nicht.

STANDARD: Jetzt rufen alle den Staat, die Banken holen Geld von ihm. Wie passt das zum Kapitalismus?

Woltron: Wenn dieses Paket greift, wenn die Banken dem Staat Zinsen von neun Prozent zahlen, dann wird der Staat in ein paar Jahren sein Geld wieder zurückhaben. Ich glaube aber, dass das so nicht geschehen wird. Und dann haben wir die Blödheiten und Spekulationen von einigen Tausenden durch die Hingabe des Geldes von etlichen Millionen refinanziert, einen Teil dieser Verluste sozialisiert.

STANDARD: Sie schreiben in Ihrem demnächst erscheinenden Buch, es müsse zu einer "Perestroika des Kapitalismus" kommen. Wie stellt man sich die vor, was kommt danach?

Woltron: Diese Perestroika wird nicht zu einem neuen System führen. Es geht darum, dass in einem an sich funktionierenden ökonomischen System Dinge aus dem Ruder gelaufen sind, entgegen jeder Vernunft, weil die Regeln fehlten. Wenn wir die Auswüchse der Hedgefonds, der bestochenen Ratingagenturen, der computergestützten Spekulationsmaschinerie auf vernünftig geregelte Systeme zurückführen, wird der Neoliberalismus der Menschheit ökonomisch nützen - noch lange. Es wird aber nichts daran ändern, dass wir nur einen Planeten mit 6370 Kilometern Durchmesser haben. Dessen Ausbeutung wird immer wieder zu ökologischen Krisen führen. In dieser Schere sind wir: Wenn wir das eine reparieren, bricht uns das andere zusammen.

STANDARD: Welchen Ausweg gibt es?

Woltron: Viele kleine, genau aufeinander abgestimmte Schritte. Was deren aktuelle Umsetzbarkeit anlangt, bin ich aber skeptisch. Was haben wir denn gemacht nach der ersten Ölkrise? Dickere Pipelines gebaut. Aber ich bin trotzdem sicher, dass man die Ökonomie mit der Ökologie weitgehend synchronisieren kann. Wir müssen diesen Plan B fertig haben und verbreiten, damit wir ihn, wenn alles kracht, endlich, endlich umsetzen.

STANDARD: Es kracht doch gerade.

Woltron: Aber nein, noch leben wir im Paradies.  (DER STANDARD, Print-Ausgabe, 10./11.1.2009)

Zur Person

Klaus Woltron (63) hat nach dem Montanistikstudium bei Schoeller-Bleckmann begonnen, war für Siemens in Brasilien, wurde 1985 Chef von Simmering Graz Pauker, 1989 der ABB. 1994 machte er sich mit der Minas-Gruppe selbstständig.

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derStandardmeint
00
17.8.2009, 14:55
Stinkefinger?

Mein Gott, sowas muss ein Bildredakteur doch sehen, selbst wenn es sich um einen Ferialpraktikanten handelt!

So ein Bild ist doch wirklich wild.

tweedy3
01
11.1.2009, 20:47
Systemkorrektur?


Hier ein interessanter, wissenschaftlicher Artikel zum Thema Wachstum(szwang):

http://www.humane-wirtschaft.de/01-2009/k... slehre.pdf

ferdo
00
11.1.2009, 16:35

Sind die Nicht Wettbewerbs fähigen Menschen und Gesellschaften an ihrer Armut selber schuld, oder ist es ihr Schicksal, oder trägt unsere neoliberale kapitalistische Marktwirtschaft mit ihrer Ausschließung oder ihrer strukturellen Ausbeutung dazu bei? Verliert hier die Produktion des Wohlstandes nicht eine Relation zu ihrer gleichzeitigen Produktion von Armut, in einem Wettbewerb?

erwin meier
11
11.1.2009, 20:36

warum finden migrationsbewegungen von "armen" immer in richtung ausbeuterischer kapitalistischer marktwirtschaften statt, und nie weg aus ihnen?

Euroumrechner
00
17.8.2009, 11:42

Warum? Na weil Menschen lieber selbst ausbeuten als ausgebeutet zu werden, logisch, oder?

Gurkenscheibe
00

sie bewegen sich in richtung "ausbeuterischer kapitalistischer marktwirtschaften", weil sie aus ausgebeuteten kapitalistischen marktwirtschaften kommen. glauben sie etwa die amren Länder Afrikas haben nicht ihre Rolle im globalen Kapitalismus?

kali5
01
12.1.2009, 10:24

Weil Wohlstand eher kein Grund zur Abreise ist?

wolken kratzer
 
00
11.1.2009, 16:16
komplex und einfach zugleich?

Impliziert die Lage nicht beides? Das komplexe Problem einfach erklärt bei Fabian - Gib mir die Welt plus 5%:

http://www.neueimpulse.org/index.php?id=208

Was scheinbar immer wieder in den Ruin führt, ist das Zinssystem: die gesamte Welt sucht nach Geld, das es nie gab. Zyklisch bricht dann alles zusammen. Bislang löste man das Problem mit Kriegen, Umverteilungen, Währungsreformen etc. Verlierer ist immer die breite Masse, Gewinner sind immer die Eliten.

Gleichzeitig scheint es ebenso ein Fehler zu sein, Geld vom Gold abgekoppelt zu haben.

Und letztlich verabsäumt man, innovativ zu sein: alle jammern jetzt wegen der Auto-Krise. Aber warum sollen sich die Leute nach diesen Hochpreisen für Benzin und Diesel wieder solche Autos kaufen?

Klaus Woltron, DI Dr.
00
11.1.2009, 16:54
Dazu die wunderschöne Parabel vom Goldschmied....

nacherzählt unter........

http://www.woltron.com/fileadmin... t_Geld.pdf

Frank'n'furter
02
11.1.2009, 17:52
Sehr mutige Conclusio

Wundert mich nicht, dass einige Leute lieber nicht als Quellen für das Buch genannt werden wollen...

Auch sehr instruktiv: http://www.youtube.com/watch?v=9BrLrwbkQWQ (3 Teile)

wolken kratzer
 
00
11.1.2009, 17:10

vielen dank für den link - gerade zu ende gelesen meine ich zu erkennen, dass folgende grundfehler bestehen: 1) der allgemeinheit - selbst der gebildeteren - wird das wahre gesicht des geld-/finanzwesens vorenthalten (gäbe es doch ansonsten ein pflichtfach in der schule, aber gleichzeitig auch mißtrauen in das system...); 2) das system basiert auf dem prinzip des notwendigen kollaps im sinne des selbsterhalts; 3) politiker - gleichgültig ob supranational oder regional - sprich, der staat, haben versagt (warum eigentlich? in meinen augen ist genau dieser punkt das "neoliberale" element...).

fazit: wir haben mehrere krisen gleichzeitig. finanzkrise, okökrise, ethisch/moralische krise (betrug a la madoff), gesellschaftskrise (demokratie)...

H.W.2009
12
11.1.2009, 14:51
Im Lichte der Komplexität, die

ich in der gegenständlichen Materie vermute, sind mir Leute wie Herr Dr. Woltron, die deutlich mehr Antworten geben, als Fragen aufwerfen, höchst verdächtig.

Klaus Woltron, DI Dr.
00
11.1.2009, 14:55
....wozu dann die vielen Fragen...

wenn keiner antwortet? Da wird´s ja eine zerebrale Masturbation. Ist es Ihnen lieber, wenn man sagt: leider, leider, weiß nicht... Geht in meinem Beruf nicht; am Montagmorgen muß ich wissen, was zu Mittag getan werden muß. Sonst passiert irgendetwas ganz von selbst, und meistens nichts Gutes.

Dann sollte man das chatten eher lassen, um Strom zu sparen. Die IT - Branche braucht so viel Energie wie der Flugverkahr.

H.W.2009
00
11.1.2009, 15:24
In meinem Beruf

hat es sich bewährt, am Montagmorgen den richtigen Leuten die richtigen Fragen zu stellen, damit bis zu Mittag (meinetwegen) ganz von selbst etwas - meist Gutes - passiert.

Klaus Woltron, DI Dr.
00
11.1.2009, 15:59
..das ist sicher gut...

..wenn es sich zeitlich ausgeht. Hängt auch von der Branche ab.

Sicherheitshalber frag´ich schon am Freitag, damit ich übers Wochenende die (sehr unterschiedlichen) Meinungen austarieren kann. Wenn das Gute von selbst passieren würde, dann bräuchten wir auch diesen Chat nicht. Das, was derzeit passiert, ist jedenfalls gar nicht gut. Und Vieles davon passiert, weil keiner was dagegen tun und es einfach passieren läßt. Und hintennach fragt.

H.W.2009
00
11.1.2009, 16:15
Off Topic: Mein Zugang zu Fragen/Antworten ist ein anderer.

Ich interessiere mich nicht für die Antworten meiner Mitarbeiter, die ich in den meisten Fällen weder zeitnah überprüfen, noch bis ins letzte Detail verstehen kann, sondern bestenfalls noch für interessante Rückfragen. Reife Mitarbeiter geben sich die Antworten auf Fragen des Vorgesetzten selbst, setzen um und verantworten die Konsequenzen.
Aber das ist nicht der Punkt meiner Kritik.

Mich stört, dass Sie sehr deutliche, "knackige", geradezu dogmatische Aussagen treffen, ohne auf den eingeschränkten Vertrauensbereich derselben hinzuweisen. Ich hätte gerne den einen oder anderen Hinweis darauf gelesen, was der Herr Dr. Woltron denn nicht so genau weiss, bzw. welchen Fragestellungen er sich im angesprochenen Zusammenhang aktuell stellt.

Klaus Woltron, DI Dr.
00
11.1.2009, 16:30
...innerhalb der großen Schwankungsbreite..

der vielen Wahrheiten und des Auges des Betrachters: Die m.E. ganz gut beantworteten Fragen:

- Welches Maßnahmenbündel zu einer Symbiose neuen Wirtschaftens und einem stabilen Ökosystem führen würden. Das scheint mir weitetstgehend gelöst zu sein, obgleich ich es hier - wegen greulicher Länge und Verwicklung - nicht ausführen kann.

Die für mich völlig unklaren und offenen Fragen: Ob, wie und unter welchen Randbedingungen der Patient - wir alle - die Kur auch annimmt.

Zuletzt: Gerne würde ich hier auch bekennen, was ich alles gar nicht weiß - zu wenig Platz - aber auch das würde mir um die Ohren geschlagen werden. Also bin ich lieber forsch. Diesmal.

Roland StengelV
01
11.1.2009, 14:45
Der Mann bringt es auf den Punkt!!

Berufsgruppen, die die Welt nicht braucht! http://www.youtube.com/watch?v=ko5CCSomDMY

macindd
01
11.1.2009, 15:02
"Stellen Sie sich vor, morgen fallen alle Unternehmensberater,

alle Investmentbanker und alle Aktienanalysten tot um, oder morgen fallen alle Krankenschwestern, alle Polizisten, alle Feuerwehrleute und alle Altenpfleger tot um. Und überlegen Sie kurz, was Sie persönlich vermissen würden." - Pispers bringt es auf den Punkt.

Management Quatscher
01
11.1.2009, 20:07

Also ich würde die Vorhersagen der Analysten und die Konzepte der Unternehmensberater schon vermissen. Allerdings aus Gründen der Erheiterung, und nicht weil ich den von diesen Berufgruppen produzierten Topfen wirklich brauchen würde.

Ich muss auch zugegeben, dass mit dem Verschwinden der Unternehmensberater mein Lieblingsfeindbild wegfallen würde. Und das wär schon irgendwie schad. Für mich persönlich. Für den Rest der Menschheit wäre es wurscht.

Klaus Woltron, DI Dr.
12
11.1.2009, 16:06
...oder alle...

Stahlwerkschefs, Journalisten, Gewerkschaftsbosse, Computerproduzenten, Solaranlagenbauer, Energiesparberater, Psychologen, Ärzte, Eisenbahner, Straßenbahner, Pensionisten, Totengräber und Chatter.

Wer fällt da noch in die Kategorie "unnötig"? So schwarz und weiß sollte die Welt sein.... das wär schön....ja.... die Guten; und die Bösen...die Raucher...die Nichtraucher...

Das nennt man wohl die "Anmaßung des Wissens", von der zumindest ich mich distanziere und die ein großes Gift ist, hinführend zum intoleranten Fundamentalismus: Links und rechts, schwarz und rot, grün und blau. Kreuz und Halbmond. Judenstern. Ganz schiach.

Roland StengelV
00
12.1.2009, 07:19
Herr Woltron - Sie haben Volker Pispers nicht ganz verstanden

Erstens ist Volker Pispers Kabarettist! Zweitens haben weder Polizisten, Krankenschwestern, Feuerwehrmänner - o. Frauen, Altenpfleger diesen irren ökonomischen Schaden angerichtet, sondern dafür verantwortlich sind geldgierige Banker, laxe Wirtschaftsprüfer, Analysten, geldgierige Unternehmensberater, Vorstände die Gewinne entnehmen ohne diese real verdient zu haben usw. Darum geht`s Herr Dr. Woltron und nicht um Einteilung in Gut und Böse. Ich bin schon etwas enttäuscht, dass Sie das nicht verstanden haben!!

psychologe
 
11
12.1.2009, 10:31
Wer nicht verstehen will...

...wird nicht verstehen. Ich schätze Woltron inzwischen als einen "Möchtegern" ein. Als einen, der von Notwendigkeiten spricht, die er selber nicht lebt. Seine Bücher drehen sich seit Jahren um das Gleiche. Aber es ist nichts Neues. Neu wäre es, wenn er es selbst begreifen würde, was das heißt, was er so laut verkündet. Weil er selber nicht begreift, wird sein Gesichtsausdruck immer härter und sein Zeigefinger wird zu einem "Stinkefinger".

Lieber Woltron: Nix für ungut. Aber jeder muss bei sich anfangen. Und das haben viele junge Leute hier schon begriffen, möchte man ihm zurufen.


Lieber Roland StengelV, Sie sprechen mir aus der Seele.

Klaus Woltron, DI Dr.
00
12.1.2009, 16:18
1) ...sie sind der Erste...

..der mein Buch gelesen hat, das noch gar nicht erschienen ist. Gratulation!

2) Den Stinkefinger habe ich in meinem ganzen Leben noch nie benutzt.

3) Mein Gesichtsausdruck ist, wenn ich nicht gerade angestrengt nachdenken muß, geradezu lieblich.

4)Den Herrn Pspers kenne ich nicht, daher kritisiere ihn auch nicht.

5) Möchtegerne sind wir in einem gewissen Sinn alle. Ich vermute, dass Sie auch gerne ein paar Bestseller geschrieben hätten. Versuchen Sie´s doch einmal!

6) Und um mein Begriffsystem, das Sie ja auch nicht kennen, steht es gut. Ihre Ferndiagnose ist, mit Verlaub, schon sehr verwegen. Es bleibt Ihnen aber unbenommen, unglaublich selbstgerecht zu sein.

psychologe
 
11
12.1.2009, 06:50
Selbsteinschätzung

Sie werden hier von vielen immer wieder persönlich angegriffen. Warum? Ich denke, dass es ganz einfach damit zu tun hat, dass Ihre Selbstdarstellung mit dem tatsächlichen Sein zu wenig zu tun hat. Sie haben einen Werdegang vom bescheidenen Studenten zum Topmanager und anschließend zum Topberater. Das ist wohl einerseits beeindruckend. Aber das Thema um das sich Ihre Beratungen drehen (Nachhaltigkeit, Bescheidenheit, Systemwechsel, gender-Gleichwertigkeit etc.), das leben Sie selbst nicht wirklich. Vielleicht glauben Sie es. Aber ein Großteil hier, nimmt Ihnen das nicht ab. Ein Großteil hier sieht hinter Ihre Fassade und dieses "Dahinter" ist dort noch nicht angekommen, wo ein echtes Miteinander, eine echte neue Spiritualität möglich wären.

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