"Leute unterhalten, ein großartiges Gefühl"

26. Jänner 2009, 09:39
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Andrea Händler wollte schon als Kind Schauspielerin werden und setzt sich in der Männerdömäne durch

"Mich nervt, dass alle glauben bei meinem Job mitreden zu können", erzählt Andrea Händler. Auf der Bühne hat sie sich als Kabarettistin erst durchsetzen müssen - als Frau in einer Männerdomäne müsse man dem Publikum erst zeigen, dass auch Frauen sehr lustig sein können.

derStandard.at: Gibt es bei Ihnen überhaupt den "typischen" Arbeitstag?

Händler: Nicht wirklich, außer dass fast jede Vorstellung um 20.00 Uhr beginnt.

derStandard.at: Wie viele Stunden arbeiten Sie im Schnitt pro Woche?

Händler: Ich schätze zwischen 30 und 40 Stunden die Woche.

derStandard.at: Welches Rezept haben Sie, um Berufliches und Privates unter einen Hut zu bringen?

Händler: Gar keines, bei mir mischt sich das, da ich schon vor Jahren mein "Hobby" zum Beruf gemacht habe.

derStandard.at: Wer oder was nervt Sie in Ihrem Job am meisten?

Händler: Dass alle glauben mitreden zu können und mir erklären wollen, wie es geht. Das passiert einem Chirurgen sicher nicht.

derStandard.at: Was war Ihr bis jetzt größter Karriereerfolg beziehungsweise Karriereflop?

Händler: Mein persönlich größter Erfolg war es, das Stück "Mein Ungeheuer" von Felix Mitterer spielen zu dürfen.

derStandard.at: Haben Sie ein berufliches Motto?

Händler: Bleibe immer Du selbst - und das ist gar nicht so leicht.

derStandard.at: Ist/war es schwierig sich als Frau in der Kabarettistenszene durchzusetzen?

Händler: Ja, es ist ja eine Männerdomaine und das Publikum musste überzeugt werden, dass Frauen auch sehr lustig sind.

derStandard.at: Wenn Ihnen ein Wunsch von Seiten der Politik erfüllt werden würde, welcher wäre das?

Händler: Gerechtigkeit und Toleranz, aber das wird wohl "Wunschdenken" bleiben.

derStandard.at: Welchen Traumberuf hatten Sie in der "Sandkiste"? Was wollten Sie als Kind werden?

Händler: Schauspielerin.... Glück gehabt!

derStandard.at: Was bedeutet es für Sie auf der Bühne zu stehen?

Händler: Ein Traum ist in Erfüllung gegangen.

derStandard.at: Was motiviert Sie am meisten?

Händler: Mein Publikum. Es ist ein großartiges Gefühl Leute zu unterhalten.

derStandard.at: Wie entspannen Sie sich vom beruflichen Stress?

Händler: Reisen! Meistens Richtung Asien, da wird sogar ein Händler ruhig!

derStandard.at: Zum Schluss noch eine Frage aus der Personalbranche: Wo sehen Sie sich in zehn Jahren?

Händler: Na hoffentlich immer noch auf der Bühne!

(Marietta Türk, derStandard.at, 26.1.2009)

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Weitere Infos unter andreahaendler.at

  • Andrea Händler
    foto: robert peres

    Andrea Händler

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