Brustkrebs bei Männern oft zu spät diagnostiziert

11. Jänner 2009, 10:00
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Eine von hundert Brustkrebsdiagnosen wird bei einem Mann gestellt - Geschwüre sind dann bereits tastbar

Brustkrebs gilt als typische Frauenerkrankung, bei Männern wird er nur sehr selten diagnostiziert. Zwischen einem halben und einem Prozent aller Brustkrebsdiagnosen werden bei männlichen Patienten gestellt. Gerade deshalb wird er bei Männern oft erst in einem fortgeschrittenen Stadium entdeckt.

Das Krebs-Geschwulst ist zum Zeitpunkt der Diagnose zu fast 100 Prozent bereits tastbar oder die darüberliegende Haut weist Veränderungen auf, so Ergebnisse einer Studie im "American Journal of Roentgenology".

Als Grund für späte Brustkrebsdiagnosen bei männlichen Patienten kann hinzukommen, dass Männer annehmen, an Gynäkomastie, einer gutartigen Vergrößerung der Brustdrüse, die ein Drittel aller Männer im Laufe ihres Lebens betrifft, erkrankt zu sein. Die Gynäkomastie ist keine Krankheit per se, vielmehr handelt es sich um eine hormonelle Störung, die vermehrt bei jungen Männern auftritt. (red)

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