Die besten Praktika auf einen Blick

9. Jänner 2009, 17:05
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Praktikumsinitiative des WU-Karrierezentrums

Am 19. März bietet das Zentrum für Berufsplanung (zBp) an der Wiener Wirtschafts-Uni erstmals auf einen Blick, was sich Studenten bis jetzt eher mühsam zusammensuchen mussten: Praktika, Projektmitarbeit, Teilzeit-Einstiegsjobs. Dieser Tage werden rund 800 Unternehmen - von der Steuerberatung bis zum Kulturbetrieb - angeschrieben und eingeladen, via Praktikumsinitiative die Angel früh auszuwerfen.

"Es gibt kein besseres Kennenlernen als Praxisarbeit", sagt Andrea Tschirf, zBp-Geschäftsführerin, die sich rund 400 qualitativ hochwertige Angebote erwartet. Diese werden geprüft, also: keine Kaffeekocher- und Aktenschredder-Jobs. Zwar hat das zBp auch bisher Praktikumsstellen fortlaufend gesammelt und ausgeschrieben, jetzt geht es aber um eine antizyklische Initiative: Auch weil nun im Sommer der erste große Schwung WU-Bakkalaureaten auf den Markt kommt und die Rückmeldungen der zBp-Partnerfirmen darauf schließen lassen, dass Studenten inmitten von Noten- und Tempostress den so basalen Praxistest vergessen.

Realitätscheck

Auch für begehrte Wirtschaftsabsolventen enge sich der Jobmarkt ein, so Tschirf, auf den Traumprinzen nach Abschluss zu warten sei nicht der richtige Weg, sondern: "In den zwei bis drei Lieblingsbranchen praktisch arbeiten, dabei reichen einmal vier Wochen nicht aus". Es gehe um gewissenhaften Realitätscheck und um das Vermeiden eines "Praxisschocks". Für beide Seiten.

Unternehmen, so Tschirf, hätten vermehrt auch erkannt, dass gerade in Krisenzeiten „Untertauchen" der falsche Weg sei. Das sogenannte Employer-Branding, also die strategische Führung der Unternehmensmarke und das beständige Arbeiten an der Attraktivität der Firma für die benötigten Talente, verpflichte gerade jetzt zu Investments in die Human Resources. Qualifizierte Praktika seien dafür immer gute Chancen. Da mit dem Bakkalaureat die Absolventen auch tendenziell jünger würden, müsse früher mit dem Weg in die Wirtschaft begonnen werden. Vor die Entscheidung gestellt, ob eher schneller Durchgang mit besten Noten oder länger Studieren mit praktischer Erfahrung, rät sie zu Letzterem.

Im Vorjahr konnte das zBp 1500 Positionen anbieten, das entspricht etwa der WU-Absolventenzahl. Die aktuelle Praktikumsinitiative stünde allen Studenten (auch jenen an Fachhochschulen) offen, die in die Wirtschaft wollen. Unternehmen können sich ab jetzt melden, Studenten finden ab jetzt Angebote. (Karin Bauer/DER STANDARD; Printausgabe, 10.1./11.1.2009)

  • Gerade jetzt: Andrea Tschirf, Geschäftsführerin des zBp.
    foto: standard/fischer

    Gerade jetzt: Andrea Tschirf, Geschäftsführerin des zBp.

  • Michael Meyer, Vorstand des Karrierezentrums zBp.
    foto: standard/fischer

    Michael Meyer, Vorstand des Karrierezentrums zBp.

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