RAF-Terrorist macht doch kein Theater-Praktikum

9. Jänner 2009, 13:11
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Christian Klar hatte mit seinen Plänen für Mediensturm gesorgt - "die anhaltende Belagerung" des Ensembles war zuviel

Berlin- Der frühere deutsche RAF-Terrorist Christian Klar tritt sein geplantes Praktikum am Berliner Ensemble nicht an. Das teilte das Theater am Freitag mit.

Nach den Erfahrungen der vergangenen Wochen befürchte er, dass durch "sensationslüsterne Berichterstattung" in einem Teil der Medien und "die anhaltende Belagerung" des Ensembles durch Paparazzi das Theater, dessen Direktor Claus Peymann und Klar selbst Schaden nehmen könnten. "Das angestrebte Leben in Normalität nach 26-jähriger Haft scheint unter diesen Umständen nicht möglich", heißt es in der Mitteilung.

Der 56-jährige Klar hatte am 19. Dezember das Gefängnis in Bruchsal bei Karlsruhe verlassen. Er gehörte zu den zentralen Figuren der zweiten RAF-Generation: Er war zwischen 1977 und seiner Verhaftung im November 1982 an fast allen Aktionen der "Roten Armee Fraktion" (RAF) beteiligt. Er gilt heute nach Überzeugung von Gutachtern und Bundesanwaltschaft nicht mehr als gefährlich. (APA/dpa)

 

 

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