Freenet-Chef Spoerr wegen Insiderhandels vor Gericht

9. Jänner 2009, 12:33
posten

Aktien vor zu erwartendem Kurssturz verkauft

Wegen des Verdachts auf Insiderhandel muss sich der scheidende Freenet-Chef Eckhard Spoerr ab heute vor dem Hamburger Landgericht verantworten. Spoerr und der mitangeklagte Finanzvorstand Axel Krieger sollen laut Staatsanwaltschaft im Juli 2004 Aktien des Internetunternehmens freenet.de verkauft haben, als sie aufgrund ihres Wissens um die schlechte geschäftliche Entwicklung des Unternehmens mit einem Kurssturz hätten rechnen können. Damit verdienten die beiden laut Anklagebehörde jeweils rund 1,2 Millionen Euro brutto.

Insiderhandel verstößt gegen das Wertpapierhandelsgesetz und wird mit Geldstrafe oder bis zu fünf Jahren Haft bestraft. Spoerr, der kurz vor Weihnachten nach fast zehn Jahren an der Spitze von Freenet seinen Rücktritt zum 23. Jänner mitteilte, bezeichnet die Vorwürfe als unbegründet. Für den Prozess sind zunächst vier Verhandlungstermine bis Ende Jänner angesetzt. (APA/AP)

 

Share if you care.