Casinos Austria verkaufen Brüsseler Spielbank und Belgrad-Anteil

9. Jänner 2009, 10:31
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Israelischer Casino- und Hotelbetreiber Queenco ist interessiert

Wien - Die Casinos Austria wollen die Spielbank in der belgischen Hauptstadt Brüssel und ihren 51-Prozentanteil am Casino Belgrad verkaufen. Interessent ist der an der Londoner Börse notierte israelische Casino- und Hotelbetreiber Queenco Leisure International über seine griechische Tochter Club Hotel Loutraki SA (CHL). Dies berichtete "Die Presse" am Freitag.

Die Gesellschaft ist für die Casinos Austria keine Unbekannte: Sie hält sechs Prozent und ist Betreiber des Casinokomplexes im griechischen Loutraki, der mit 80 Spieltischen und gut 1.000 Automaten zu den größten in Europa zählt, so "Die Presse".

Der Kaufpreis für Brüssel stehe noch nicht fest, da offen sei, "ob wir alles oder nur die Mehrheit in Brüssel abgeben", erklärte Casinos-Austria-Sprecher Martin Himmelbauer der "Presse". Jedenfalls würde der Komplettverkauf mehr Geld bringen als der Rückzug aus Südafrika. Der Verkauf des Gold Reef Ressorts hätte rund 200 Mio. Euro in die Kassen gespült, ist aber im letzten Moment gescheitert.

Die Entscheidung für den Verkauf des Brüsseler Casinos mit 20 Spieltischen und rund 200 Automaten muss laut "Presse" bis 10. März fallen und ist an ein zweites Projekt geknüpft. Dabei geht es um das Verluste schreibende Spielcasino in der serbischen Hauptstadt Belgrad, das erst 2007 in Betrieb gegangen ist. Für die von Casinos Austria International (CAI) gehaltenen 51 Prozent interessiert sich ebenfalls die griechische CHL, die dort bereits 39 Prozent besitzt.

Der Kaufpreis, der mit 42 Mio. Euro feststeht, werde allerdings nur am Papier fließen. Im Gegenzug wollen die Casinos Austria ihren Anteil an der CHL von sechs auf 18 Prozent aufstocken, sagte Himmelbauer. Dafür seien rund 50 Mio. Euro notwendig.

Auch wenn die Casinos Austria infolge dieses "Gegengeschäfts" indirekt über die CHL in Brüssel und Belgrad beteiligt bleiben - als Betreiber der beiden Spielstätten zieht sie sich laut Bericht zurück. (APA)

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