"Third Hand Smoke" gefährdet die Gesundheit

9. Jänner 2009, 10:00
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Beim Zigarettenkonsum setzen sich giftige Partikel auf Haut und Haaren ab - Kleinkinder sind besonders gefährdet

New York  - Nicht nur Passivrauchen gefährdet die Gesundheit: Beim Zigarettenkonsum setzen sich giftige Feinstaubpartikel des Rauchs auch in den Haaren, auf der Haut und auf der Kleidung ab. Neben dem aktiven und passiven Rauchen schädige auch dieser "Third Hand Smoke" die Gesundheit, warnen Mediziner.

Kleinkinder besonders gefährdet

Tabakrauch enthält Studien zufolge rund 250 giftige Verbindungen, darunter Arsen und Blausäure, Metalle wie Chrom und Kadmium, das Lösungsmittel Toluol, Kohlenmonoxid oder das radioaktive Polonium-210. Elf Verbindungen gelten als extrem krebserregend. Diese Stoffe gefährden vor allem Kleinkinder, wie der Kinderarzt Jonathan Winickoff von der Universität Harvard im Fachblatt "Pediatrics" betont. "Wenn ein Raucher Kontakt mit einem Baby hat, kommt es mit diesen Giftstoffen in Kontakt, auch wenn er gerade nicht raucht", sagt der Forscher.

Kleinkinder reagieren zum einen äußerst empfindlich auf die Substanzen, außerdem nehmen sie den feinen Staub, der sich etwa auf dem Boden, auf Möbeln oder auf Spielzeug absetzt, etwa beim Krabbeln und Lutschen besonders stark durch Nase und Mund auf. Untersuchungen deuten darauf hin, dass eine hohe Belastung mit den Stoffen die neuronale Entwicklung und etwa die Entwicklung des Lesevermögens verzögert.

Und auch wenn Raucher nach der Zigarette die Wohnung noch so sehr durchlüften, geben die Forscher keine Entwarnung. Die Feinstaub-Partikel ließen sich noch lange nach dem Zigarettenkonsum nachweisen, mahnen sie. (APA/AP)

 

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    "Third-Hand-Smoke" ist besonders für Kleinkinder gefährlich, da diese die giftigen Stoffe leicht durch Nase und Mund aufnehmen.

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