Wiener Börse am Dienstag schließt schwach

13. Jänner 2009, 18:35
posten

Bankenwerte unter Druck - OMV umsatzstärkste Aktie

Wien - Gemeinsam mit einem schwachen europäischen Umfeld hat die Wiener Börse die Sitzung am Dienstag bei gutem Volumen mit tieferen Notierungen beendet. Der ATX fiel 38,39 Punkte oder 2,15 Prozent auf 1.751,26 Einheiten. Damit lag die tatsächliche Entwicklung des Leitindex rund 29 Punkte unter der heutigen Händlerprognose im APA-Konsensus von 1.780 Punkten. Zum Vergleich die wichtigsten Börsenindizes um 17.30 Uhr MEZ: Dow Jones/New York +0,04 Prozent, DAX/Frankfurt -1,75 Prozent, FTSE/London -1,18 Prozent und CAC-40/Paris -1,48 Prozent.

Belastet von schwachen Vorgaben aus Übersee hatten Europas Börsen bereits mit Verlusten eröffnet. Auch im weiteren Tagesverlauf hat sich die Stimmung an den Märkten nicht aufgehellt, und die Börsen gingen geschlossen mit Abschlägen aus dem Handel.

An der Wiener Börse blieb die Meldungslage relativ dünn. Für Handelsimpulse sorgten bei einigen Titeln jedoch aktuelle Bewertungen der Analysten.

In einem schwachen europäischen Sektor zählten auch in Wien die Finanzwerte zu den größten Verlierern. Raiffeisen International gaben um 7,31 Prozent auf 17,24 Euro (499.913 Stück) nach. Die Aktien des Mitbewerbers Erste Group ermäßigten sich um 4,11 Prozent auf 14,00 Euro (820.887 Stück). Zur Begründung verwies ein Händler auf die europaweiten Verluste der Bankwerte. Nach Spekulationen um einen milliardenschweren operativen Verlust im vergangenen Quartal waren die Citigroup-Aktien am Vorabend um 14 Prozent an der Wall Street eingebrochen.

Negative Nachrichten aus den USA belasteten ebenfalls die europäischen Stahlwerte. Der US-Aluminiumkonzern Alcoa hat im vergangenen Quartal ein unerwartet hohes Minus von 1,19 Mrd. Dollar erwirtschaftet. An der Wiener Börse verloren die voestalpine-Aktien 3,69 Prozent auf 15,90 Euro (751.821 Stück).

Unter den heimischen Schwergewichten konnten einzig die OMV-Werte im positiven Terrain schließen. Der Kurs stieg um 0,05 Prozent auf 19,60 Euro (913.665 Stück). Die Analysten der Citigroup haben ihr Anlagevotum von "hold" auf "buy" angehoben. Als Kursziel für die OMV-Anteile nennen sie einen Wert von 26 Euro nach 28 Euro.

Verbund verlieren

Mit einem Abschlag von 5,44 Prozent auf 31,30 Euro (414.327 Stück) zählten Verbund ebenfalls zu den Kursverlierern. Die Experten von Kepler Equities haben die Aktie des heimischen Versorgers von "buy" auf "reduce" abgestuft. Das Kursziel kappten die Kepler-Analysten von 50,00 auf 29,00 Euro.

Gegen den negativen Trend konnte sich vor allem die Immobilienwerte der Immofinanz und der Immoeast, aber auch die Pharmawerte von Intercell, erfolgreich behaupten. Immofinanz stiegen um 7,69 Prozent auf 0,70 Euro (7.076.548 Stück) und Immoeast gewannen 6,10 Prozent auf 0,87 Euro (7.089.535 Stück). Merrill Lynch hat beide Titel von "Underperform" auf "Neutral" hinauf gestuft.

Ebenfalls nach einem positiven Analystenkommentar schlossen Intercell mit einem Aufschlag von 6,53 Prozent auf 25,62 Euro (201.985 Stück). Die Experten der Erste Group haben ihr Kursziel für die Aktien des Impfstoffspezialisten von 40,50 auf 39,50 Euro gesenkt, das Anlagevotum "buy" hingegen bestätigt. (APA)

Die zehn größten Kursgewinner von Dienstag:

  1. HEAD N.V. +9,52 Prozent
  2. BRAIN FORCE HOLDING AG +7,89 Prozent
  3. ECO BUSINESS-IMMOBILIEN AG +7,69 Prozent
  4. IMMOFINANZ AG +7,69 Prozent
  5. INTERCELL AG +6,53 Prozent
  6. IMMOEAST AG +6,10 Prozent
  7. CHRIST WATER TECHNOLOGY AG +5,78 Prozent
  8. BENE AG +3,27 Prozent
  9. OESTERR. POST AG +1,01 Prozent
  10. AUSTRIAN AIRLINES AG +0,96 Prozent

Die zehn größten Kursverlierer von heute:

  1. MASCHINENFABRIK HEID AG -20,12 Prozent
  2. MIBA AG VZ KAT. B -16,17 Prozent
  3. AVW INVEST AG -13,33 Prozent
  4. CA IMMOBILIEN ANLAGEN AG -8,17 Prozent
  5. ZUMTOBEL AG -8,06 Prozent
  6. STADLAUER MALZFABRIK AG -7,34 Prozent
  7. RAIFFEISEN INT. BANK-HLDG AG -7,31 Prozent
  8. A-TEC INDUSTRIES AG -6,86 Prozent
  9. VERBUNDGESELLSCHAFT AG KAT. A -5,44 Prozent
  10. SW UMWELTTECHNIK AG -4,71 Prozent
Share if you care.