Palm meldet sich mit iPhone-Killer zurück

Intelligentes Bedienkonzept verbindet Touch-Sensorik und Tastatur - Erste Reaktionen fallen äußerst positiv aus

Der einstige PDA-Pionier Palm  hat sich auf der Elektronikmesse CES in Las Vegas mit dem neuen Smartphone Palm Pre und dem Betriebssystem Palm WebOS zurückgemeldet. Mit dem in der Nacht auf  Freitag präsentierten Gerät ist dem Unternehmen nach Ansicht der anwesenden Journalisten und Branchenvertreter eines der ersten Smartphones gelungen, das Apples iPhone tatsächlich die Show stehlen könnte. Wie die Live-Präsentation verdeutlichte, greift Palm die vom iPhone bekannte Touch-Sensorik auf, setzt gleichzeitig aber mit einem durchdachten Bedienkonzept völlig neue Akzente. Die Börse reagierte euphorisch auf die Ankündigung und trieb den Aktienkurs von Palm um rund 35 Prozent nach oben. "Diese Plattform wird die Basis für Innovationen der kommenden Dekade sein", sagte Palm-Chef Ed Colligan.

Tastatur

Anders als das iPhone weist das als Slider konzipierte Palm Pre eine vollständige Tastatur auf, die das produktive Arbeiten erleichtern soll. Gleichzeitig kann über die Eingabe eine Universalsuche gestartet werden, die das Gerät und darüber hinaus im Web nach gewünschten Inhalten jeglicher Art durchforstet. Das Smartphone besitzt einen 3,1 Zoll Touchscreen mit 320 mal 480 Pixel Auflösung und ist mit einer 3-Megapixel-Kamera ausgerüstet. Um das Wechseln zwischen einzelnen Applikationen und geöffneten Dateien, E-Mails und Web-Tabs zu erleichtern, hat Palm ein zentrales Dashboard vorgesehen, über welches die jeweiligen Tasks bequem aufgerufen oder geschlossen werden können. Ein Touchscreen-Bereich am unteren Ende des Bildschirms erlaubt zusätzliche Steuerungsmöglichkeiten. Die Idee dahinter ist, wie am Desktop mit mehreren Programmen gleichzeitig arbeiten zu können und nicht innerhalb einer Applikation "gefangen" zu bleiben.

"Nicht der verwendete Dienst oder die Applikation sollen im Vordergrund stehen, sondern die Person, mit der kommuniziert wird", erklärt Colligan. "Ob ich die Telefonnummer oder die E-Mail-Adresse von Facebook, Google Mail oder meinem Outlook-Adressbuch kenne, ist für die Kommunikation letztlich irrelevant." Facebook kommt angesichts über 150 Mio. registrierten Usern und den dort verfügbaren Kontaktdaten eine zunehmend bedeutende Rolle in der täglichen Kommunikation zu. Das hat auch Palm erkannt und für den Palm Pre eng mit den Plattform-Machern zusammengearbeitet.

"Mittlerweile verwenden fast 21 Mio. User Facebook auch über ihr Mobiltelefon", erklärt Facebook-Mobile-Chef Henri Moissinac im Interview mit pressetext in Las Vegas. "Unser Ziel ist es natürlich, dass unsere Dienste unabhängig vom Aufenthaltsort und vom verwendeten Gerät überall verfügbar sind und genutzt werden können. Je besser und benutzerfreundlicher das mobile Gerät, desto besser ist das auch für uns", zeigt sich Moissinac über die neue Kooperation mit Palm erfreut.

Das Palm Pre soll im ersten Halbjahr 2009 in den USA erhältlich sein. Zu einem potenziellen Marktstart in Europa hüllten sich die Palm-Verantwortlichen noch in Schweigen. Auch über den Preis des exklusiv beim US-Carrier Sprint erhältlichen Gerät sind derzeit keine Informationen erhältlich.

Apple

Das Team, das den Palm Pre entwickelt hat, wurde von Jon Rubinstein angeführt, der bei Apple entscheidend an der Entwicklung des Musikplayers iPod beteiligt war und bis zum Sommer 2006 die iPod-Abteilung von Apple geführt hatte. Das neue Palm-Betriebssystem wurde von Grund auf neu entwickelt und setzt im Kern Standard-Technologien wie beispielsweise CSS, XHTML und JavaScript ein, die bereits heute in der Entwicklung von Webanwendungen eine entscheidende Rolle spiele.

Die sinkende Nachfrage nach dem Smartphone Treo und der Erfolg von Konkurrenzprodukten wie dem Blackberry und dem iPhone brachten Palm aber 2006 in eine Schieflage. Im Jahr 2007 stieg der Investor Elevation Partners LP ein, übernahm 25 Prozent der Firmenanteile und holte Rubinstein als Executive Chairman zu Palm. Im vergangenen Monat stockte Elevation Partners seine Anteile um weitere 100 Millionen Dollar auf und verschaffte dem Unternehmen damit genügend Barreserven, um die Markteinführung des Palm Pre abzuschließen. (APA/pte)

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Vielleicht liegt es ja an der Art der Präsentation,

aber irgendwie finde ich die Bedienung nicht 100%ig stimmig. Mir fehlt eine gewisse Kontinuität, vor allem, was das aufrufen und wechseln zwischen den Programmen angeht.
http://www.youtube.com/watch?v=wo3SZ_20kZI

Nebenbei bemerkt kommt es mir bekannt vor, wie hier durch das Telefonbuch gescrollt und die Fotos geblättert wird…

Mir gefällt das wie der "center button" zu den laufenden Anwendungen führt.

Wenn alle brav zusammen gegenseitig Ideen klauen und erweitern dann werden Geräte in absehbarer Zukunft endlich so leicht bedienbar wie wir uns das immer gewünscht haben.

Und ich bin sehr happy mit meinem iPhone.

schaut sexy aus... will :o)

Stehen sie auf die Artemis von Ephesos?

nicht nur auf die ;)

aber im ernst: was ist gegen den tempel zu sagen? den alten (niedergebrannten) oder den neuen? weil komplex? weil alt und tot? kenn mi nix aus...

hab schon geglaubt, der kurt hats sichs anders überlegt.

Deswegen also schaut der Steve Jobbs so schlecht aus.

Jetzt ist es natürlich klar.

Jeder der bisher ein iPhone gekauft hat oder eines kaufen will wird sofort auf den Palm umsteigen.

Da geh ich jede Wette ein.

Ich muss sofort meine Apple Aktien irgendwie verkaufen...

sie verschätzen sich da bei der iPhone-klientel. ich glaub die meisten kaufen es sich, weil es "urgut ausschaut" oder "ma damit sogoar ins internet kau!". für die wird der palm wohl etwas zu sophisticated sein.
"des muass i jo aufschiabn, und wo is do da opfe?"

Der homöopathisch ...

... anmutende Hinweis auf Ihre Englischkenntnisse ehrt sie, das wars dann aber auch schon. Gehn S' wieder ins Krone-Forum zurück.

ähem

meine güte, bei meinem handzahmen posting muss man doch nicht mit der keule "kroneforum" ins gesicht des anderen schlagen.
unterm strich wollt ich vermitteln, wenn auch auf etwas derbem wege ;) :
das iphone wird großteils auch wegen dem schnieken design gekauft, und das palm, nun ja ... also ein ausbund an sexyness isses nicht.

OK, zurück zum Standard. LOL.

Der Grund, sich ein Mac-Gerät zu kaufen, kann auch rationale Gründe haben. Diese Käuferschicht in ein Eck zu drängen, erfasst die Realität nicht. Ad rem: ich brauch beide Geräte nicht, mein Sony-E. verrichtet brav die Dienste, die ich von ihm verlang - es kau a ins Internet.

(SE)... und dies ...

... seit mehreren Generationen.

Lang lebe Opera :-)

Das Palm-Handy ist ein Businesshandy und hat damit mit dem iPhone soviel zu tun wie eine Aktentasche mit einem Duplobausatz!

spielzeug vs arbeitsgerät - aber eigentlich will man doch nur telefonieren können...

Genausogut hätten Sie schreiben können: ich hab das iPhone noch nie gesehen, aber verreissen tu ich´s trotzdem, auch wenn ich mich blamier´

:) :) :) . Wenn du wüsstest, wie weit du daneben liegst :) .

Was

genau ist denn ein Business Handy?

eins, das ein ordentliches pim hat, also ein palmi!

Eines das alle Standards unterstützt, Office zur Verfügung stellt und vom jeweiligen Admin zu 100% kontrolliert wird.

Und eines bei dem der Hauptentwickler nicht jener ist der auch den einzigen Store weltweit betreibt und damit jegliche Konkurrenz für seine mitunter mittelmäßigen Eigenprodukte zerstört (siehe u. a. Opera Mini).

Das iPhone an sich ist nichtmal so schlimm (der zuverlässige und einfache Sync ist schon eine sehr praktische feature, da ActiveSync noch immer ein Buch mit 7 Siegeln ist) und hätte sicher schon mehr Unterstützung. Nur Apple zerstört es halt.

Wenn sich solche Sachen durchsetzen würden...

... dann gäbe es kein Skype sondern alle würden SIP nutzen - oder von mir aus H.323 :-)

... dann wären wir nie zu Ethernet gewechselt sondern brav bei TokenRing geblieben

... hätte sich nicht Windows sondern OS/2 damals durchgesetzt

... hätte sich nicht MS-Dos sondern DR-DOS durchgesetzt.

Die technisch bessere Lösung hat noch nie gewonnen - daher gewinnt logischerweise ein Iphone gegenüber Smartphones :-/.

Empfehlen möchte ich http://www.thebestpageintheuniverse.net/c.cgi?u=iphone

sind wir ein asmin, ha?

"...vom jeweiligen Admin zu 100% kontrolliert wird..."

Ah so läuft der Hase.
Das scheint mir aber eher ein Argument für ein Sklavenhandy zu sein...

Businesshandy. Da sollst nicht irgendeinen Müll draufgeben damit der workflow unterbrochen wird. Dasselbe wie auf deinem Business-PC. Und die Kontrolle hast du beim iPhone nicht, weil es als reines Freizeithandy konzipiert wurde. Und du kannst einem Beetle noch soviel Ferrari-Motoren reingeben, er bleibt ein Beetle :) .

Einigen wir uns auf "kontrollierbare Arbeitnehmer Devices" ?

Kontrollierte Arbeitsgeräte meinethalber ;) .

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