Althaus-Crash: Witwer ist Schuldfrage egal

8. Jänner 2009, 21:42
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Anwalt rechnet mit raschem Abschluss der Ermittlungen

Salzburg - Die Verlegung des bei einem Skiunfall schwer verletzten thüringischen Ministerpräsidenten Dieter Althaus aus dem Krankenhaus Schwarzach nach Deutschland steht unmittelbar bevor, teilten seine Ärzte am Donnerstag mit. Der Politiker soll in die Uni-Klinik Jena gebracht werden, erklärte der ärztliche Direktor des Krankenhauses von Schwarzach, Reinhard Lenzhofer. Wie und wann der Transport stattfindet, wurde nicht bekanntgegeben.

Die Maßnahme soll die Heilung von Althaus fördern, der Ministerpräsident werde in der für ihn ungewohnten Umgebung immer wieder unruhig, fühle sich jedoch in Anwesenheit seiner Frau und Freunden geborgen, berichtet Lenzhofer. Obwohl sich sein Zustand weiter verbessert habe, könne er sich zeitlich und räumlich noch nicht vollständig orientieren.

Der von der thüringischen Staatskanzlei mit der Vertretung von Althaus beauftragte steirische Anwalt Walter Kreissl rechnet mit einem raschen Abschluss der Ermittlungen und der Entscheidung über eine mögliche Anklage - und mit Schadenersatzforderungen der Familie der bei dem Zusammenprall am Neujahrstag getöteten Skifahrerin. Der Witwer der getöteten Frau sagte gegenüber der Illustrierten Bunte, er wolle zwar genau wissen, wie seine Frau zu Tode gekommen sei, die "Schuldfrage" spiele aber für ihn keine Rolle. (APA /DER STANDARD, Printausgabe, 9.1.2009)

 

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