Energieausweis seit Jahresbeginn verpflichtend

8. Jänner 2009, 17:12
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Experten sehen durch Haussanierung ein Energiesparpotenzial von bis zu 70 Prozent

Linz - "Bei der Altbausanierung lassen sich im Schnitt die Energiekosten um fast 70 Prozent reduzieren." Der Generaldirektor der Energie AG Oberösterreich (EAG), Leo Windtner, sieht im Bereich der Wohnbausanierung immense Effizienzpotenziale, wie er am Donnerstag in einer Pressekonferenz in Linz sagte. Jeder Hausbesitzer, der seit 1. Jänner diesen Jahres ein Gebäude oder eine Wohnung verkaufen oder vermieten will, muss einen Energieausweis vorlegen.

Dieses energietechnische Gutachten gibt einen Überblick über die Ist-Situation der Immobilie und liefert auch konkrete Empfehlungen für die Optimierung des Energieeinsatzes. "Bisher lag der Schwerpunkt für die Energieausweise vor allem im Bereich der industriell und gewerblich genutzten Großbauten", sagte Hans-Peter Schmid, Geschäftsführer der EAG-Tochter Fair Energy. "Mit dem nunmehr uneingeschränkten Inkrafttreten des neuen Gesetzes ist aber auch der private Wohnbau als Markt für Energieausweise entstanden." Der Energieausweis, der mit einem Typenschein für ein Auto verglichen werden kann, werde damit zu einem wertbestimmenden Faktor von Immobilien werden, so Schmid.

Kosten bei einem Euro pro Quadratmeter

Österreichweit gibt es rund 2,2 Millionen Gebäude, bei rund 1,5 Mio. davon besteht energetischer Handlungsbedarf, so die EAG. Von 400.000 Gebäuden in Oberösterreich könnte bei rund 280.000 die Energieeffizienz durch Sanierungsmaßnahmen deutlich verbessert werden. Heuer werden in Oberösterreich, nach Auskunft der Energie AG, etwa 50.000 Energieausweise auszustellen sein. Im Vorjahr waren es rund 15.000 Ausweise, die als Basis für die Wohnbauförderung dienten. Die Kosten für die Erstellung eines Energieausweises belaufen sich auf etwa einen Euro pro Quadratmeter für den Privathaushalt.  (APA)

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