Niedrigster messbarer Sauerstoffgehalt

8. Jänner 2009, 15:56
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Niedrigster Sauerstoffgehalt bisher: Vier Bergsteigern wurde kurz vor dem Gipfel des Mount Everest Blut abgenommen

London  - Britische Forscher haben bei Bergsteigern kurz vor dem Gipfel des Mount Everest den bisher niedrigsten Sauerstoffgehalt im Blut eines Menschen gemessen. Im Durchschnitt wurden 3,28 Kilopascal bei den Alpinisten gemessen, der geringste ermittelte Wert lag bei 2,55 Kilopascal, wie Expeditionsleiter Mike Grocott vom University College London im US-Fachblatt "New England Journal of Medicine"schreibt.

Normal sind zwölf bis 14 Kilopascal. Wer einen Wert von weniger als acht Kilopascal aufweist, gilt üblicherweise bereits als ernsthaft krank. Vier Bergsteigern wurde auf einer Höhe von 8.400 Metern Blut aus einer Beinarterie abgenommen. Das Team hatte bei der Expedition zum höchsten Berg der Erde (8.848 Meter) Sauerstoffmasken benutzt und diese 20 Minuten vor der Messung abgelegt.

"Indem wir gesunde Menschen in großer Höhe untersuchen, in der Sauerstoff knapp ist, erfahren wir etwas über physiologische Veränderungen im Körper. Damit können wir die Intensivtherapie verbessern, denn dort sind niedrige Sauerstoffspiegel fast immer ein Problem", sagte Grocott. "Es sind allerdings noch Untersuchungen nötig, bis es zu Anwendungen in der klinischen Praxis kommen kann. Wir hoffen, dass weitere Forschung eventuell zu einer besseren Behandlung von akuten Atemnotsyndromen, Mukoviszidose, Emphysemen, septischen Schocks und ähnlichen schweren Erkrankungen führen kann." (APA/dpa)

 

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    Vier Bergsteigern wurde auf einer Höhe von 8.400 Metern Blut aus einer Beinarterie abgenommen.

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