Extreme Kälte kann zu Datenverlust von Notebooks führen

8. Jänner 2009, 14:27
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Wechsel von kalt auf warm führt zu Kondenswasserbildung im Gehäuse - "Headcrash" ist die Folge

Temperaturunterschiede von bis zu 30 Grad zwischen Innen- und Außentemperatur sind auch für Notebooks nicht gesund. Tragbare Datenspeicher kämpfen nicht nur mit niedrigen Temperaturen, die den Akku empfindlich schwächen können, ihnen droht auch der totale Datenverlust durch einen "Headcrash", darauf wies Kroll Ontrack, Dienstleistungsunternehmen für Datenrettungslösungen, am Donnerstag in einer Aussendung hin.

"Headcrash"

Wird ein Gerät von draußen ins Warme gebracht, kondensiert die kalte Luft im Gehäuse. Schaltet man das Notebook zu früh ein, kann das Kondenswasser auf den Plattenoberflächen zu einem "Headcrash" führen, was einen totalen Datenverlust zur Folge hat. "Da Festplatten 'atmen', also kein Vakuum im Chassis vorhanden ist, kann sich durch die extremen Temperaturunterschiede zwischen draußen und drinnen Kondenswasser auf der Festplattenoberfläche bilden. Dieses Phänomen ist jedem Brillenträger durch das Beschlagen der Gläser bestens bekannt. Die so entstandenen Wassertropfen führen dann zum sogenannten 'Headcrash', der Beschädigung des Schreib-/Lesekopfes und somit zum Verlust von gespeicherten Daten", erklärte Edmund Hilt, Geschäftsführer von Kroll Ontrack.

Extrem

Das Unternehmen rät bei extremen Temperaturunterschieden, einige Zeit zu warten, bevor Laptop oder externe Festplatte in Betrieb genommen werden. So kann das Kondenswasser verdunsten und das Gerät sich der Umgebungstemperatur anpassen. (APA)

 

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