US-Sheriff ließ aus Profitgier Häftlinge hungern

8. Jänner 2009, 14:23
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Richter will Sheriff solange im Gefängnis behalten, bis er einen Vernünftigen Ernährungsplan für Häftlinge vorlegen kann

Decatur/USA- Jahrelang hat ein Sheriff im US-Staat Alabama seine Häftlinge hungern lassen, um sich zu bereichern. Nun muss er deswegen selbst ins Gefängnis.

Von Gesetzes wegen standen dem Sheriff 1,75 Dollar (1,29 Euro) pro Tag und Häftling zur Verfügung, um die Insassen zu verpflegen. Den Gefangenen in Morgan County wurde die Regelung zum Verhängnis, dass der Sheriff überschüssige Beträge behalten durfte. Das wurde zu einem Zuschlag zu seinem regulären Einkommen. Der Verurteilte erwirtschaftete über einen Zeitraum von drei Jahren etwa 212.000 Dollar in die eigene Tasche.

Zeugen berichteten, sie hätten zum Frühstück ein halbes Ei, einen Löffel Haferbrei und eine Toastscheibe bekommen. Das Mittagessen bestand gewöhnlich aus einer Handvoll Pommes Frites sowie zwei Sandwich-Scheiben mit etwas Erdnussbutter. Ein Häftling berichtete, er habe während seiner fünf Monate im Gefängnis 16 Kilogramm abgenommen. Richter U.W. Clemon erklärte, der Sheriff werde so lange in Haft bleiben, bis er einen Plan vorlegen kann, der die ausgewogene Ernährung der Häftlinge künftig sicherstellen soll. (APA)

 

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