Von der roten Nase zur Erfrierung

8. Jänner 2009, 11:36
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Schon bei Temperaturen um null Grad sind Erfrierungen möglich - Anzeichen sind Schmerzen, Taubheit oder eine Verfärbungen der Haut

Wien - Rote Nasen sind im Winter keine Seltenheit. Meist sind sie zwar nur eine Reaktion auf den krassen Wechsel vom beheizten Zimmer in die Kälte, die rötliche Färbung kann aber auch ein erstes Zeichen für Frostschäden sein, warnt Chefarzt Wolfgang Schreiber vom österreichischen Roten Kreuz. Vor allem bei Schmerzen und wenn die Haut die Farbe zunächst auf Weiß und dann auf Rot wechselt.

Erfrierungen ab null Grad

Bei der jetzigen Kältewelle mit bis zu minus 20 Grad heißt es jedenfalls warm anziehen: Schon bei Temperaturen um null Grad sind Erfrierungen möglich.

Vor allem stürmische Böen machen die Kälte besonders gefährlich, so Schreiber. Ist es windstill, treten ab minus fünf bis minus zehn Grad bei mäßig Bewegung oder zu wenig Bekleidung erste Anzeichen von Erfrierungen auf. Bei kaltem Wind können schon ab dem Gefrierpunkt stark gefährdete Körperteile - das Gesicht, Finger und Zehen - in Mitleidenschaft gezogen werden.

Symptome: Schmerzen, Taubheit, Verfärbungen

Bei hoher Luftfeuchtigkeit sind erste Frosterscheinungen schon bei einer Temperatur von plus sechs Grad möglich. Auf erste Anzeichen wie Schmerzen, Taubheit oder eine Verfärbungen der Haut sollte daher immer geachtet werden, rät Schreiber. Die Empfindlichkeit sei individuell sehr verschieden und hänge neben der Kleidung und dem Bewegungsausmaß auch von der körperlichen Konstitution ab.

Kinder vor Kälte Schützen

"Vorspringende" und "dünne" Körperteile wie Nase oder Ohren, die von der Kälte rasch durchdrungen werden, sollten jedenfalls besonders geschützt werden. "Vor allem Säuglinge sind im hohen Maße gefährdet, weil sie sich nicht bewegen", betonte der Mediziner. "Was für einen Erwachsenen, der den Kinderwagen durch den Wind schiebt, völlig in Ordnung ist, kann für Kinder schon problematisch sein." Neben dicker Winterbekleidung sollte man den Kleinen bei extremer Kälte zusätzlich Haube und Schal über das Gesicht ziehen.

Keine engen Schuhe, kein Alkohol

Einen guten Schutz bieten außerdem Fettcremes, die Schäden durch kalte Luft von unbedeckter Haut abschirmen. Empfehlenswerten seien Jacken und Mäntel aus Windstopper-Material, die frostige Böen gut abschirmen, so Schreiber. Meiden sollte man zu enge Schuhe, da keine Bewegungen der Zehen möglich sind. Begünstigt werden Erfrierungen aber nicht nur in Pumps, sondern auch durch Alkoholkonsum. Dieser weitet die Blutgefäße und lässt den Körper daher schneller auskühlen. (APA)

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    Bei kaltem Wind können schon ab dem Gefrierpunkt stark gefährdete Körperteile - das Gesicht, Finger und Zehen - in Mitleidenschaft gezogen werden.

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