Pakistan entlässt nationalen Sicherheitsberater

8. Jänner 2009, 11:25
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Durrani setzte sich für bessere Beziehungen zu Indien ein

Islamabad - Vor dem Hintergrund der Spannungen mit Indien nach den Bombenanschlägen von Bombay hat die pakistanische Regierung den Nationalen Sicherheitsberater entlassen. Mahmood Ali Durrani habe ohne Rücksprache mit Ministerpräsident Yousuf Raza Gilani Medieninterviews gegeben, sagte Regierungssprecher Imran Gardaizi zur Begründung. Wenige Stunden vor seiner Entlassung am Mittwochabend hatten indische Medien Durrani mit den Worten zitiert, der in Indien inhaftierte, einzige überlebende mutmaßliche Attentäter von Bombay sei Pakistani.

Befürworter eines besseren Verhältnisses

Zur selben Zeit bestätigten allerdings auch andere pakistanische Regierungsvertreter, darunter das Informationsministerium, vor der Presse die Nationalität des Verdächtigen. Exgeneral Durrani gilt als Befürworter eines besseren Verhältnisses zwischen Indien und Pakistan. Er verfasste mehrere Aufsätze dazu und brachte Angehörige der indischen Streitkräfte nach Pakistan, um bessere Militärbeziehungen voranzutreiben.

Seine Ernennung zum Sicherheitsberater war jedoch umstritten, da der frühere Botschafter in Washington Kritikern als zu amerikafreundlich galt. Die Entlassung Durranis spiegle das Durcheinander innerhalb der pakistanischen Regierung und die Unentschlossenheit im Umgang mit Indien, erklärten politische Beobachter. (APA/AP)

 

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