Geishas und Goldfische zur Edo-Zeit

7. Jänner 2009, 22:48
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Mika Ninagawas "Sakuran - Wilde Kirschblüte", gezeigt am Donnerstag im Rahmen der Filmreihe kinovi[sie]on in Innsbruck

In ihrer Heimat ist Mika Ninagawa (Jg. 1972) eine Starfotografin. Sie arbeitet für diverse Magazine, veröffentlicht opulente Fotobände und stellt in Galerien ebenso wie in Flagship-Stores avancierter Modedesigner aus. Eben hatte sie ihre bislang größte Einzelausstellung mit mehr als 500 Arbeiten in Tokio. Die knallbunt und poppig inszenierten Goldfische, die zu ihren liebsten Motiven zählen, finden sich auch in ihrem Spielfilmdebüt Sakuran. Wilde Kirschblüte (Japan 2006).

Der Film basiert auf einem Manga von Moyoco Anno, die Geschichte einer Edelsexarbeiterin wurde drei Jahre lang in Fortsetzungsstrips veröffentlicht und war dann als Buch ein großer Erfolg. Im Film spielt Anna Tsuchiya, Exmodel und Rocksängerin, die Heldin. Der Streifen spielt zwar in der Edo-Zeit, die Musik aber stammt von Ringo Shiina, einer weiteren Protagonistin japanischer Popkultur.

Mit dem farbenprächtig schillernden Opus startet kinovi[sie]on ins neue Jahr, in dem Gerlinde Schwarz und Gertraud Eiter monatlich (jeweils am 8.) und mit außertourlichen Projekten das Filmschaffen von Frauen präsent halten. (pen / DER STANDARD, Print-Ausgabe, 8.1.2009)

 

Leokino, Innsbruck, 20.55

  • Edelsexarbeiterin in farbenprächtiger historischer Umgebung: "Sakuran - Wilde Kirschblüte". 
 
 
    foto: rapid eye movies

    Edelsexarbeiterin in farbenprächtiger historischer Umgebung: "Sakuran - Wilde Kirschblüte".

     

     

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