Tamilen-Rebellen wieder als Terror-Gruppe eingestuft

7. Jänner 2009, 18:07
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Weil LTTE Zivilisten nicht aus Gefechtsgebieten lasse

Colombo - Sri Lanka hat die Tamilen-Rebellen der LTTE wieder als Terror-Gruppe eingestuft. Der überwiegend symbolische Schritt unterstreicht die kompromisslose Haltung der Regierung angesichts der jüngsten militärischen Erfolge gegenüber den Befreiungstigern von Tamil Eelam. Das Kabinett habe sich zu dem Schritt entschieden, weil die LTTE Zivilisten nicht aus den Gefechtsgebieten lasse, sagte ein Sprecher des Verteidigungsministeriums am Mittwoch der Nachrichtenagentur Reuters. Die Regierung hatte die Einteilung 2002 als Teil eines Waffenstillstandes aufgehoben. Die USA, die EU und Indien führen die LTTE als terroristische Organisation.

Präsident Mahinda Rajapakse (Rajapaksa) verhängte am Mittwoch mit Hilfe von Notstandsgesetzen das Verbot der Rebellengruppe, wie ein Regierungssprecher sagte. Nach offiziellen Angaben war vor einer Woche ein Ultimatum der Regierung unbeantwortet abgelaufen, in dem die Rebellen aufgefordert wurden, Zivilisten aus den Rebellenhochburgen im Norden des Landes freizulassen. Darin hatte Rajapakse als Konsequenz mit einem Verbot gedroht.

Die Regierungstruppen haben den Tamilen-Kämpfern in den vergangenen Wochen empfindliche Niederlagen beigebracht und ihre Hochburg Kilinochchi eingenommen. Die Tamilen-Tiger kämpfen auf der Insel im Indischen Ozean seit einem Vierteljahrhundert für einen eigenen Staat. Sie werfen den politisch dominierenden Singhalesen vor, die Minderheit der Tamilen zu benachteiligen. Bei den Auseinandersetzungen kamen bisher mindestens 70.000 Menschen ums Leben. (APA/Reuters/AFP)

 

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