Gemeinsame Mahlzeiten sind gesund

7. Jänner 2009, 14:17
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Jugendliche nehmen sich zu wenig Zeit zum Essen - Je schneller desto ungesünder - Es kommt auch darauf an, mit wem man isst

St. Louis - Zunehmender Termindruck in Ausbildung und Arbeit ist Schuld daran, dass sich die Essensgewohnheiten von jungen Erwachsenen verschlechtern. Eine Studie der University of Minnesota hat bei 1.687 Jugendlichen im Alter zwischen 18 und 25 Jahren erhoben, wie viel Zeit sie für die Einnahme der täglichen Mahlzeiten zur Verfügung haben und wie ausgeglichen diese sind. Demnach nehmen sich 35 Prozent der männlichen und 42 Prozent der weiblichen Befragten kaum regelmäßig die Zeit, sich beim Essen niederzusetzen. Je schneller das Essen vor sich geht, desto eher ist es ungesund. Diese Ergebnisse wurden im Journal of the American Dietetic Association veröffentlicht.

Solo oder gemeinsam ist entscheidend

Mit wem man die Mahlzeiten einnimmt, bestimmt unter anderem die Ausgewogenheit der Nahrung. Das zeigte die Frage an die Testpersonen, welche Mengen an Obst, Gemüse, Vollkornprodukte sowie auch Softdrinks und Fastfood-Produkte sie in der vorangehenden Woche zu sich genommen hatten. Wer im Kreis der Familie oder mit Freunden isst, ernährt sich tendenziell viel gesünder als bei den Solo-Mahlzeiten und nimmt sich auch mehr Zeit dafür. Essen im Stehen wurde hingegen besonders bei Frauen viel eher mit Softdrinks, Fastfood und fetthältigen Produkten assoziiert.

"Der Zusammenhang zwischen zur Verfügung stehender Zeit und gesundem Essen bei jungen Erwachsenen muss stärker zum Thema gemacht werden", so das Resümee des Studienautors Nicole Larson. Jugendliche würden das gemeinsame Essen durchaus schätzen, hätte die Untersuchung gezeigt. Das wertet Larson als idealen Ansatzpunkt für Programme zur Gesundheitsförderung. "Junge Erwachsene brauchen mehr Unterstützung, ihre zeitlichen Hindernisse für regelmäßige und gemeinsame Mahlzeiten zu überwinden", betont der US-Forscher abschließend. (pte)

Link

Journal of the American Dietetic Association http://www.adajournal.org

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