Tod von Pascal Terry geklärt

7. Jänner 2009, 12:58
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Die Autopsie ergab, dass der französische Motorradpilot in der Nacht auf Montag einem Herzinfarkt erlag - Erhebliche technische Probleme für Sainz

Santa Rosa/Argentinien - Der Franzose Pascal Terry ist während der Rallye Dakar in Argentinien an einem Herzinfarkt gestorben. Das gab das Krankenhaus Molas in Santa Rosa am Mittwoch nach der Autopsie bekannt. Terry war am Mittwoch kurz nach Mitternacht neben der Strecke mit seinem Motorrad tot aufgefunden worden, nachdem er schon seit Sonntag als vermisst gegolten hatte. Der 49-jährige Dakar-Debütant sei entweder schon am Sonntag oder in der Nacht auf Montag gestorben, teilte das Krankenhaus mit.

Allerdings gab es argentinischen Medienberichten zufolge eine Reihe von Pannen und Missverständnissen, die dazu führten, dass Terry erst mehr als 48 Stunden nach seinem Tod gefunden wurde. So sei ein per Satellit in Paris empfangenes Notsignal des Piloten viel zu spät weitergeleitet worden. Zudem sei die Suche zwischendurch abgebrochen worden, weil es geheißen hatte, Terry sei im Lager eingetroffen.Nach Einschätzung der Polizei hätte Terry gerettet werden können. Der Franzose starb an einem Herzinfarkt als Folge eines Lungenödems. "Er hätte gerettet werden können, wenn er rechtzeitig gefunden worden wäre", zitierten argentinische Medien am Donnerstag den Polizeikommissar Julio Acosta. Eine frühere Alarmierung der Polizei durch die Rennleitung wäre dafür notwendig gewesen, habe Acosta hinzugefügt. Terry ist das 56. Todesopfer in der Geschichte der traditionsreichen Rallye, die 2009 erstmals in Südamerika ausgetragen wird.

Sainz ohne Servolenkung

Unterdessen hatte der VW-Pilot Carlos Sainz auf der 5. Etappe erneut wie schon bei der Dakar 2007 Probleme mit der Servolenkung seines Race Touareg. Dem Radiosender Cadena 3 sagte er am Mittwoch, er habe einen Stein ungünstig getroffen, worauf die Servolenkung ausgefallen sei. Etwa 200 Kilometer habe er das Fahrzeug ohne die Unterstützung lenken können, aber am Ende der Etappe in den Dünen sei das fast unmöglich geworden. Durch die Probleme habe sich das Fahrzeug dort überschlagen, wobei die Motorhaube und Teile der Dachverkleidung fortgerissen wurden.

Der Spanier und sein Co-Pilot Michel Perin, die den Unfall heil überstanden, beendeten die Etappe dennoch. Allerdings büßten sie auf den 505 gewerteten Kilometern einige Minuten ein und fielen mit einem Rückstand von 6:33 Minuten auf den dritten Platz zurück. Das Fahrzeug wurde über Nacht so gut wie möglich repariert und war auf der 6. Etappe wieder am Start.

Die Donnerstag-Etappe musste wegen Unpassierbarkeit einer Wasserdurchfahrt von 394 auf 178 Kilometer verkürzt werden. Der Start wurde um zwei Stunden verschoben. (APA/AFP/Reuters)

  • Bild nicht mehr verfügbar

    Pascal Terry auf seiner Maschine.

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