Gifte durch Zigaretten in Kleidung und Haaren

5. Jänner 2009, 18:02
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Mediziner warnen vor toxischen Partikeln, die Schaden anrichten können auch wenn nicht mehr geraucht wird

Raucher sind eine Gefahr für ihre Umwelt auch wenn sie nicht rauchen. US-Forscher warnen eindringlich vor dem sogenannten „Thirdhand Smoke", einer Gefahr des Passivrauchens, die bisher unterschätzt wurde.

Zigarettenrauch enthält über 4.000 verschiedene chemische Substanzen. Über 30 davon sind krebserregend wie z. B. Ammoniak, Blausäure, Benzapyren, Cadmium, Benzol, Nitrosamine oder Formaldehyd. 85 Prozent des Rauches entsteht zwischen den Zügen. Der Nebenstromrauch ist allerdings 4-mal so toxisch wie der Hauptstromrauch, außerdem entstehen große Mengen an Feinstaub, die als giftige Luftverschmutzung freigesetzt werden.

Die Wissenschafter gehen davon aus, dass es keine untere, unbedenkliche Wirkungsschwelle für Zigarettenrauch gibt. Auch kleine Mengen von Giften können schädlich sein. Und das ist das Problem mit dem „Thirdhand Smoke". Die giftigen Stoffe und auch der Gestank setzen sich in der Kleidung, den Haaren, in Teppichen oder z.B. im Auto fest.

In der aktuellen Ausgabe des amerikanischen Fachmagazins „Pediatrics" werden in einer umfassenden Studie die Gefahren des Passivrauchens ohne anwesenden Raucher, insbesondere für Kinder beschrieben. Auch wenn vor den Kindern nicht geraucht wird, kommen diese mit den Schadstoffen in Kontakt. Es gibt schon seit Jahren die Forderung von Gesundheitsexperten auf das Rauchen in Autos komplett zu verzichten.

Die Gefahren durch schädliche Rückstände von Zigaretten ist bisher kaum thematisiert worden. Sie sollten in die Diskussion um Rauchverbote einfließen (red).

Pediatrics: Beliefs About the Health Effects of "Thirdhand" Smoke and Home Smoking Bans


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