Heinisch-Hosek möchte sich Sparkurs widersetzen

5. Jänner 2009, 11:42
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Fordert für Frauenressort zwei Millionen jährlich mehr zum Erhalt aller Frauenprojekte

Wien (APA) - Nichts vom verordneten Sparen in ihrem Ressort hält Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek (S). Trotz der Ankündigung von Finanzminister Josef Pröll (V), angesichts der Finanzkrise einen restriktiven Budgetkurs fahren zu wollen, verlangt die Ressortchefin mehr Geld. "Pro Jahr brauche ich vom Finanzminister zwei Millionen Euro mehr. Es soll kein Frauenprojekt zusperren müssen", sagte Heinisch-Hosek im Interview mit der Tageszeitung "Österreich". (Samstag-Ausgabe)

Um die zwei Millionen mehr zu bekommen, will Heinisch-Hosek hart verhandeln, "weil ja mein Gesamtbudget von jährlich neun Millionen Euro ohnehin sehr gering bemessen ist", so die Frauenministerin. Sparen will die Ministerin allerdings bei den BeamtInnen und damit beim weiblich dominierten öffentlichen Dienst: "Allein über den vorläufigen Aufnahmestopp, der bis zum Beschluss des Budgets gilt, sparen wir rund zehn Millionen Euro."

Qualifizierungsoffensive

Sofort starten will die SPÖ-Ministerin eine "Qualifizierungsoffensive" für Frauen. Erster konkreter Schritt ist ein Programm für 3.000 arbeitssuchende Frauen, die zu dringend benötigten Facharbeitern ausgebildet werden sollen - etwa für die Metall- und Chemiebrache oder diverse Gesundheitsberufe. Weiteren rund 800 Frauen soll eine Umschulung in technische Berufe ermöglicht werden. (APA/red)

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