US-Kinobranche vorerst ohne Rezessionsspuren

4. Jänner 2009, 21:08
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Filmstudios registrieren konstant hohe Inlandseinnahmen und melden Rekorde bei ihren Auslandserlösen - Will Smith der "Top-Money-Making-Star" vor Robert Downey jr.

 

New York/Los Angeles- Trotz Wirtschaftskrise haben die US-Kinos im vergangenen Jahr mit Einnahmen von 9,62 Milliarden Dollar ihre Traummarke aus dem Jahr 2007 fast wieder erreicht. Nach Angaben des Fachdienstes Box Office Mojo gingen die Umsätze gegenüber dem bisherigen Rekordwert von 9,66 Milliarden Dollar lediglich um 0,4 Prozent zurück. Spitzenreiter des Jahres war mit weitem Abstand der Actionthriller "The Dark Knight". Das neue Batman-Abenteuer mit Christian Bale und dem inzwischen gestorbenen Schauspieler Heath Ledger in den Hauptrollen brachte es allein auf 530 Millionen Dollar. Es liegt damit auf der US-Liste der erfolgreichsten Filme aller Zeiten auf Platz zwei hinter der Jahrhundertschnulze "Titanic" (600 Millionen  Dollar). Mit Nr. 2 war im vergangenen Jahr der Actionstreifen "Iron Man" mit Einnahmen von gut 318 Millionen Dollar. Der Abenteurerfilm "Indiana Jones und das Königreich des Kristallschädels" landete mit 317 Millionen Dollar nur knapp abgeschlagen auf dem dritten Platz.

Die sechs größten Filmstudios in Hollywood haben 2008 in Übersee einen Kassenrekord erzielt. Insgesamt verkauften sie dort Kinokarten für 9,9 Milliarden Dollar (7,1 Milliarden Euro). Dies sei eine Steigerung um vier Prozent gegenüber dem Vorjahr, wie die Zeitschrift "The Hollywood Reporter" am Freitag berichtete. Jedes der großen Filmstudios - Paramount, Warner Bros., Universal, 20th Century Fox, Sony und Disney - nahm im zweiten Jahr in Folge mehr als eine Milliarde Dollar ein.

Hollywood-Star Will Smith hat im vergangenen Jahr mit "Hancock" und "Sieben Leben" so viel Geld in die US-Kinokassen gebracht wie kein anderer Schauspieler. Das ist das Ergebnis einer Umfrage unter amerikanischen Kinobetreibern, die seit 1932 jährlich von dem US-Filmverlag Quigley durchgeführt wird. Auf den nächsten Plätzen folgen Robert Downey jr. ("Iron Man"; "Tropic Thunder"), Christian Bale ("The Dark Knight") und Jungstar Shia LaBeouf, der gleich in drei Filmen mitwirkte - "Indiana Jones und das Königreich des Kristallschädels", "Eagle Eye - Außer Kontrolle" und "New York, I Love You". Auf Platz fünf landete Harrison Ford, der ebenfalls in der Neuauflage des Indiana-Jones-Abenteuers zu sehen war. Dauersieger Tom Cruise, der schon sieben Mal den Spitzenplatz unter den Top Ten gewonnen hatte, ging dieses Jahr leer aus - "Operation Walküre" ist allerdings gerade erst in den USA angelaufen. (APA/dpa/AP)

  • Robert Downey jr. in "Iron Man"
    foto: universal

    Robert Downey jr. in "Iron Man"

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