Der Durchschnitts-Reiche

4. Jänner 2009, 18:27

Eine Faustregel besagt, dass man reich ist, wenn man von den Zinsen eines Vermögens gut leben kann.

Im jährlich herausgegebenen "World Wealth Report" von Capgemini und Merrill Lynch - letztere ist seit 2009 eine Tochter der Bank of America - wird mit höheren Zahlen hantiert: Demnach verfügt der durchschnittliche Reiche über ein Netto-Finanzvermögen (ohne Verbrauchsgüter und selbst genutzter Immobilien) von mehr als 4 Millionen Dollar (2,9 Mio. Euro). Nach dieser Berechnung gab es im Berichtsjahr 2007 weltweit mehr als 10 Millionen solcher Dollar-Millionäre, die über insgesamt 40,7 Billionen Dollar verfügen. In Österreich gehörten 77.000 Personen zu diesem Personenkreis. (ruz, DER STANDARD, Printausgabe, 5.1.2009)

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Rene Fischer1
22
77.000 Ösis...

...sind jene Nutznießer, die das Glück haben defacto weniger Steuern als Hackler zu zahlen. Dass die ÖVP immer noch so viel Einfluss hat, um "jene" zu schützen... ?!?

H.W.2009
03
Eine andere Studie

besagt, dass die 77.000 Personen jene mit einem Nettovermögen von mehr als 1 Mio Euro sind. Evtl. hat der Standard unzureichend recherchiert oder Zahlen durcheinander gebracht.

Bubischwammerl
 
00

Meryll Lynch: 70.000 € - Millionäre in Österreich(2005),
auch andere sagen das.

sir karl popcorn
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ja, hat er. ich kenne die studie auch und es handelt sich nur um euromillionäre.

na seawas heast
02
Reich ist,

wer mehr hat, als er braucht.
Es gibt viele Arme mit Millionen am Konto.

The Sunshine State
00
Ich halte es da mit Milton Friedman:

Steuern aufs reich SEIN, nicht aufs reich WERDEN sind die beste Form der Umverteilung.

WAB4
00

Stimmt!

Susanne Winkinger
05

Es gibt in Ö. nicht genug „Reiche“ für noch mehr Umverteilung. Denn wer ist "Reich"? Die "Oberen 10.000" machen ungefähr 0,125 % der Bevölkerung aus, die "Oberen 100.000" (!) daher nur ungefähr 1,25 %. Denen müsste man schon ganz schön viel laufend wegnehmen. Die wären ziemlich bald arm oder im Ausland.

Geld oder Leistungen wegnehmen kann man daher wie immer nur dem Mittelstand. Dagegen wird demonstriert (zB Lehrer, Beamte !).

Vgl. dazu aber noch:
http://diepresse.com/home/wirt... l%3Cbr/%3E

misterspok
 
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na ja, wer reich ist soll von mir aus auch reich bleiben ...

... und von seinem vermögen, wie er beliebt, leben. aber wenn, durch die gier einiger "reichen" (shareholder value) noch reicher zu werden die massen immer ärmer werden und zu immer grösseren teilen sogar verarmen, dann wird sich das halt irgendwann auch auf die "vermögenden" auswirken (die vermögen werden einfach nichts mehr wert sein).

die Welt geht unter!
106
Dabei wär das Alles so einfach

und viele Probleme könnten gelöst werden, wenn man die Gesammteinkünfte pro Person deckeln würde, sagen wir mal auf großzügige 100000€ im Monat, das ist für Jeden mehr als genug, der Rest wird abgeschöpft und fürs Allgemeinwohl verwendet.

Doch, das ließe sich schon überprüfen und nein, das ist nicht Linkslink, sondern einfach nur sozial.

JOACHIM SCHREIBER
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die roten stricherl sind in diesem falle...

stolz getragene rote fähnchen ;*)

von mir gabs auch eines- als lob und aus solidarität!

Zyan Karli
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Ich verstehe die vielen roten Stricherln nicht.

Entsprechende Kommentare bzw. Gegenargumente wären hilfreich.

juliush
11
dann wäre ich mit 500.000 schon reich

mit 5% veranlagt: 25.000 Euro Zinsen, also gut 2000 im Monat. Damit kann ich gut leben...

pannonimus
00

Leider nein Millionaro.

tomart3
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Schon mal was von der KESt gehört?

net-diver
 
00
Mehr...

... als 1.500 pro Monat sind das nicht.

Fleisch
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in der Rechnung fehlt die Inflation

Christof Bader
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reich ist der der reiches tut

Prof. Schlotzky
04

... bis er am Grund des Teiches ruht.

Mike Myers
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naja,

Kest 25%, Inflation 2,5% - dann musst schon knappe 10% machen...

Jon Tomes
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500.000 Euro

kann man bei den heutigen Finanzinstrumenten fast risikolos zu 10% veranlagen. Ein gutes Portfolio hat sogar diese Finanzkrise bestens überstanden.

kufd
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Ja bei Madoff konnten sie das

Peter Kirchhuber
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~10% rendite <> risikolos. bitte um ein konkretes beispiel.

Jon Tomes
00
Noch konkreter

(sehr stark vereinfachtes) Beispiel für letztes Jahr:
500.000 veranlagt zB:
70% davon in Dow Jones Index: 13000->9000
30% davon in AI wie zB MAN AHL : 80->105

Ergebnis: rund 440.000.
Das ist ein Verlust von 12% im "schlechtesten Börsenjahr der Geschichte"

siehe auch zB:
http://www.superfund.at/hp07/down... hics08.pdf

Jon Tomes
00
Ein Beispiel? Gerne.

Sie wissen aber schon, dass es nicht nur Aktien gibt. Die erwähnten MEL und Immoeast sin auch Aktien und keine Immobilienanlage. Und dass die Werte im Oktober 2008 gefallen sind hat sich schon Mitte 2007 abgezeichnet. A bisserl mitdenken muss ma schon.

Hier die Antwort: Sie brauchen einen geeigneten Mix aus unterschiedlichen Aktien(fonds) diversester Art: USA, Europa, Bluechips, SmallCaps, Schwellenländer, etc. und Anleihen, Rohstoffe wie Gold, Öl, Weizen, Aluminium, etc. und Währungen und 25% sogenannter Alternative Investments.

Wenn man all sein Geld beim Meinl reinsteckt und verliert ist man selber schuld.

Was ich meinte ist, dass sie mit 500.000 Euro Zugang zu wirklich guten Anlageberatern haben (keine AWD Bürscherln).

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