Helfer beklagen dramatische Situation in Gaza

4. Jänner 2009, 16:42
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Wegen des Stromausfalls in der Stadt Gaza müsse das größte Krankenhaus mit Generatoren arbeiten, berichtet eine Koordinatorin

Hilfsorganisationen beschrieben die Lage in den palästinensischen Krankenhäusern im Gazastreifen als dramatisch. Sie habe so etwas noch nie erlebt, erklärte die Gaza-Koordinatorin der Hilfsorganisation Medical Aid for Palestinians (MAP), Fikr Shalltoot, am Sonntag. "Es ist Wahnsinn." Im ganzen Gazastreifen gebe es in den Krankenhäusern nur 2.500 Betten. Wegen des Stromausfalls in der Stadt Gaza müsse das größte Krankenhaus mit Generatoren arbeiten.

Das Internationale Komitee vom Roten Kreuz beklagte sich indes, dass einem Ärzteteam seit Tagen der Zugang zum Gazastreifen verwehrt werde. Nach Angaben der Organisation in Genf sollte das Team aus zwei Ärzten und zwei Krankenschwestern am Freitag in den Gazastreifen reisen, um erschöpften palästinensischen Medizinern vor Ort bei der Versorgung von Verletzten zu helfen. Die fachliche Kompetenz des IKRK-Teams sei "dringend nötig" , hieß es.

Die Hamas rief unterdessen alle Palästinenser-Fraktionen zu einer Krisensitzung auf. Hamas-Sprecher Mohammed Nazal sagte dem Nachrichtensender Al-Arabiya am Sonntag, "alle nationalistischen Kräfte" sollten sich treffen, um angesichts der Offensive der israelischen Armee ein gemeinsames Vorgehen zu beschließen. (red/DER STANDARD Printausgabe, 5. Jänner 2009)

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