Henkel schließt Kurzarbeit nicht aus

4. Jänner 2009, 16:45
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Noch sei es für den Konsumgüterkonzern nur eine Option. Zukäufe sind im Jahr 2009 aber ausgeschlossen

Frankfurt - Der Konsumgüterhersteller Henkel schließt Kurzarbeit in der Konjunkturflaute nicht aus. Finanzvorstand Lothar Steinebach sagte der Zeitung "Euro am Sonntag", der "Persil"- und "Pattex"-Konzern sehe alle Mittel als Option, die helfen könnten, die Folgen der Krise abzumildern. "Derzeit sehen wir uns beim Thema Beschäftigung auf der sicheren Seite, auch wenn die Schwierigkeiten einiger unserer Kunden unübersehbar sind und auch uns zu Maßnahmen veranlassen könnten."

In der Klebstoffsparte, die zehn Prozent des Umsatzes mit der darbenden Autoindustrie macht, könnten auch Maßnahmen über eine Flexibilisierung der Arbeitszeiten hinaus notwendig werden: "Entscheidend dafür wird sein, wie sich die Nachfrage im zweiten und dritten Quartal verändert", sagte Steinebach. In der Sparte sei es Henkel noch nicht gelungen, die schon für das vergangene Jahr geplanten Preiserhöhungen um fünf Prozent vollständig durchzusetzen. "Die Erhöhungen werden hier jedoch geringer sein als das, was nach der ersten Jahreshälfte 2008 notwendig war", kündigte der Finanzvorstand an. Bei Waschmitteln seien weitere Preissteigerungen in dem Konjunkturumfeld wohl schwer machbar.

Zukäufe schloss Steinebach für das neue Jahr kategorisch aus: "In der gegenwärtigen Situation weitere Akquisitionen zu bewältigen, selbst kleine, wäre nicht hilfreich", sagte er. "2009 hat für uns Konsolidierung Vorrang." Henkel sei genügend damit beschäftigt, den Klebstoffhersteller National Starch zu integrieren, der im Frühjahr gekauft worden war. (APA/Reuters)

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