KFOR-Kommandant droht nach Übergriffen gegen serbische Bevölkerung in Mitrovica

9. Jänner 2009, 14:38
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General Michel Jakovleff: "Der Befehl ist klar: soll jemand Feuer eröffnen, wird mit Feuer geantwortet"

Mitrovica/Belgrad - Der Befehlshaber der KFOR-Truppen in dem mehrheitlich von Serben bewohnten Nord-Kosovo, der französische General Michel Jakovleff, kündigte heute Freitag eine entschiedene Reaktion seiner Truppen auf eventuelle Gewalt an. Die NATO-geführten KFOR-Truppen würden keine Gewalt dulden und seien entschlossen und bereit, sie "auch brutal" zu erwidern. "Der Befehl ist klar: soll jemand Feuer eröffnen, wird mit Feuer geantwortet. Solange es kein Feuer gibt, werden bewaffnete Personen lediglich festgenommen und der Polizei überstellt werden", wurde der französische General von der serbischen staatlichen Presseagentur Tanjug zitiert.

Nach einer Reihe von ethnisch motivierten Zwischenfällen in Mitrovica, bei welchen in der Vorwoche zuerst ein 16-jähriger Serbe niedergestochen und daraufhin in einem weiteren Zwischenfall sieben Feuerwehrmänner und zwei serbische Journalisten verletzt worden waren, hat der KFOR-Kommandant die Situation in der Stadt als gespannt bezeichnet. Die lokale Polizei, die Polizisten der EU-Mission EULEX sowie die KFOR-Truppen würden alles unternehmen, um eine stabile Sicherheitslage aufrechtzuerhalten, versicherte Jakovleff.

Der KFOR-Kommandant hat eine eventuelle Wiederholung von ethnisch motivierten Ausschreitungen wie im März 2004 ausgeschlossen, als mehr als 4.000 Serben aus ihren Heimen im Kosovo vertrieben worden waren. Nach KFOR-Erkenntnissen würde diese Gefahr nicht bestehen, sagte er. (APA)

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