Zune-Sterben: Seltsame Lösungsvorschläge und wahre Schuldige

4. Jänner 2009, 10:04
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Microsoft riet KundInnen zu einer unkonventionellen Lösung des "Schaltjahr-Problems"

Die zahlreichen Ausfälle der ersten Generation von Microsofts Multimediaplayern Zune zu Silvester scheinen nun geklärt zu sein. Nachdem der Softwarekonzern bislang nur eine sehr unbefriedigende Lösung anbieten konnte, wurde nun immerhin vermeldet wer für den Fehler verantwortlich zeichnen soll.

Fremdcode war schuld

Die Ursache war ein interner Fehler bei der Handhabung von Schaltjahren, der allerdings nicht direkt bei Microsoft, sondern beim Hersteller der im Player verbauten Hardware liegen soll. Auch die Toshiba-Player Gigabeat S30 und S60 sollen von dem gleichen Problem betroffen sein. In Internet kursiert die plausible Meldung, dass die Probleme durch einen Fehler in der Firmware des eingesetzten Freescale-Prozessor MC13783 ausgelöst würden. Das "Y2K9-Problem" würde auf den von Freescale bereitgestellten Treiber zur Auswertung der Echtzeituhr zurückzuführen sein, dessen Auswertung von Schaltjahren einen logischen Fehler enthält.

EntwicklerInnen überrascht

In einer ersten Stellungnahme zeigten sich die EntwicklerInnen durchaus überrascht, wieviele Ur-Zunes noch im Einsatz seien. Wie es in dem Statement heißt, wären neuere Modelle nicht von dem Problem betroffen.

Unbefriedigender Lösungsvorschlag

Die Überraschung der EntwicklerInnen dürfte auch der Grund für den ersten - und wohl sehr unbefriedigenden Lösungsvorschlag gewesen sein, den Microsoft abgeliefert hatte. Man empfiehlt den KundInnen den Zune von allen externen Stromquellen zu entfernen und den Akku leerlaufen zu lassen. Ab dem 1. Jänner 2009 12 Uhr würde sich dann das Problem von selbst lösen. Allerdings dürfte dies nicht der Weisheit letzter Schluss sein, denn in offiziellen Support-Foren für Zune-AnwenderInnen finden sich immer noch zahlreiche Postings von NutzerInnen, deren Geräte weiterhin "hängen". Einige dürften den Multimedia-Player geöffnet und die Batterie ausgebaut haben. Dies führte zu einem kompletten Hardware-Reset. Zu spät wird im offiziellen Zune-30-FAQ vor dieser Vorgehensweise abgeraten.(red)

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    Abwarten und Tee trinken, lautete die unbefriedigende Lösung von Microsoft. KundInnen sollten den Akku ihres Zunes leerlaufen lassen und ab 1.Jänner 12 Uhr würde sich das Problem von selbst gelöst haben.

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