Frachtschiff auf Donau bei Melk auf Grund gelaufen

3. Jänner 2009, 17:06
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Leck von Feuerwehren abgedichtet - 800 Tonnen Stahl müssen umgeladen werden

Melk - Auf der Donau in Schönbühel wenige Kilometer stromabwärts von Melk ist am Freitagabend ein rumänisches Frachtschiff auf Grund gelaufen und leck geschlagen. Mehrere Feuerwehren mit etwa 70 Mann waren in der Nacht auf Samstag damit beschäftigt, Wasser abzupumpen und das Leck abzudichten, berichtete die Bezirksalarmzentrale. Dabei stand auch die Tauchdienstgruppe Nord im Einsatz.

Der unter rumänischer Flagge stromaufwärts fahrende und mit etwa 800 Tonnen Stahl beladene Frachtkahn "Canal Services 7" war am Freitag gegen 19.45 Uhr etwa 50 Meter vom linken Donauufer in Schönbühel aus vorerst unbekannter Ursache "gestrandet". Nur wenige Minuten später wurden die FF Gossam, Emmersdorf, Willendorf und Melk sowie die Tauchdienstgruppe Nord alarmiert. Die Helfer pumpten eingetretene Wassermassen ab und lokalisierten das Leck von etwa einem halben Meter Durchmesser, das in der Folge von Feuerwehrtauchern provisorisch mit Holzkeilen abgedichtet wurde. Die Einsatzkräfte hatten zuvor ihr Material wie Schläuche und Tauchpumpen mit Booten heranschaffen müssen.

Das Schiff befand sich am Samstag in den Mittagsstunden laut Bezirksalarmzentrale Melk in leichter Schräglage. Ebenso stand der Bug leicht unter Wasser. "Die Lage ist aber aufgrund der Pumparbeiten mit rund zehn Tauchpumpen und des funktionierenden Schiffsmotors stabil."

Am Samstagnachmittag wurde damit begonnen, Stahlblechrollen mit Hilfe eines hinzugezogenen Baggers auf ein beigestelltes Ersatzschiff zu entladen, teilte die Bezirksalarmzentrale der Feuerwehr mit. Weil keine unmittelbare Gefahr von der "Canal Services 7" ausging, sind die Arbeiten aus Sicherheitsgründen mit Einbruch der Dunkelheit abgebrochen worden.

In den Nachtstunden sollte das rumänische Schiff durch Auspumparbeiten der Feuerwehr stabilisiert werden. Für Sonntag war geplant, die verbleibende Ladung, die für eine Entnahme am offenen Wasser zu schwer ist, optimal im Laderaum zu verteilen. Danach sollte die "Canal Services 7", so sie manövrierfähig ist, die Werft in Linz anfahren. Die Donauschifffahrt ist durch die Havarie nicht beeinträchtigt, so die Feuerwehr.(APA)

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