Der Kopf als Risikozone

2. Jänner 2009, 19:38
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Ärzte raten zum Skihelm

Salzburg/Wien - Nach einer von der Salzburger Uni für Sporttraumatologie geführten Statistik liegt der Anteil der Kopfverletzungen bei verunglückten Skifahrern bei 12,7 Prozent. Die Statistik zeigt, dass sich die Unfälle in den Nachmittagsstunden häufen. Der Crash von Dieter Althaus liegt also durchaus im Trend.

Die Freizeitunfallstatistik des Kuratoriums für Verkehrssicherheit (KfV) bestätigt das: Jeder zehnte Skifahrer, der 2007 ins Spital gebracht wurde, wies Kopfverletzungen auf. Dass Helme diese Quote senken, ist erwiesen: Von den ins Spital eingelieferten Kindern, die mit Helm unterwegs waren, hatten acht Prozent Kopfverletzungen. Bei denen ohne Helm waren es 35 Prozent. Für Erwachsene liegen keine Zahlen vor: Ihre Helmquote ist zu gering.

Die Wucht, mit der ein Kopf schon bei einem leichten Sturz auf der Piste aufschlägt, vergleicht der Wiener Sportorthopäde Karl-Heinz Kristen mit "einem Sprung vom Dreimeterbrett - nur nicht ins Wasser". Schon ab zehn km/h Aufprallgeschwindigkeit kann es "zu schwersten Verletzungen kommen".

Dass bei Unfällen vermehrt obere Körperteile betroffen sind, hat für den KfV-Experten Anton Dunzendorfer einen Hauptgrund: "Man fährt heute schneller als früher - da wird ein kleines Problem sehr schnell sehr massiv." (neu, rott/DER STANDARD-Printausgabe, 3.1.2009)

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