In die Jahre gekommen

2. Jänner 2009, 18:12
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Phantastische Geburtstage: Wolfgang Hutter, Anton Lehmden, Arik Brauer und Ernst Fuchs

Wien - Erfolg verbindet: Bis heute pflegen die Gründungsmitglieder der Wiener Schule des Phantastichen Realismus Wolfgang Hutter, Anton Lehmden, Arik Brauer und Ernst Fuchs (der Fünfte im Bunde, Rudolf Hausner, starb vor 14 Jahren) ihre Freundschaften. Also dürften die Telefone bei den vier phantastischen Herren dieser Tage ein bisschen öfter klingeln.

Nicht nur Arik Brauer feiert seinen runden Geburtstag. Kollege Wolfgang Hutter, Meister der filigran-künstlichen Gärten und märchenhaften Szenen, beging seinen 80er schon am 13. Dezember des Vorjahres. Gerade eben, am 2. Jänner, wurde Anton Lehmden 80. Nur "Benjamin" Ernst Fuchs, der Mythologiespezialist unter den Phantastischen Realisten, wird am 13. Februar erst 79.

Mit einem Fest wird Lehmden am 9. Jänner geehrt: Der Bürgermeister im burgenländischen Deutschkreutz richtet für den prominentesten Bürger des Ortes einen Empfang aus. Zu Speis und Trank wird ein Filmporträt des Künstlers gezeigt, es spielt das Burgenländische Streichquartett.

Deutschkreutz ist seit Mitte der 60er- Jahre Kunst- und Lebensmittelpunkt Lehmdens: Damals erwarb der Teilnehmer an den Biennalen von Venedig und São Paulo das dortige Renaissanceschloss, renovierte und etablierte es als auch für die Öffentlichkeit zugängliches Gesamtkunstwerk.

Ausblickslandschaften nennt der Aachener Kunsthistoriker Hanns Holländer Lehmdens Bilder und stellt fest: "Der Schwebezustand zwischen Vergangenheit und Zukunft ist vielleicht das Thema aller Bilder Anton Lehmdens." (asch, DER STANDARD/Printausgabe, 03.01.2009)

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