John Maynard Keynes

2. Jänner 2009, 17:19

Das Comeback des Jahres hatte 2008 in der Theorie sicher Jubilar Karl Marx (es jährte sich sein Geburtstag zum 190. Male). In der wirtschaftspolitischen Praxis feierte jedoch ein anderer Ökonom ein Comeback: John Maynard Keynes (geboren in Marx' Todesjahr 1883, gestorben 1946). Der nach ihm benannte Keynesianismus, der u.a. öffentliche Nachfrage als Schlüssel zur Überwindung von Marktversagen bezeichnet. Die Finanzierung der Maßnahmen solle über "deficit spending" erfolgen - ein Begriff, der von Keynes-Schüler Abba P. Lerner geprägt wurde. (szem, DER STANDARD, Printausgabe, 3./4.1.2009)

Orjares
01
Wobei

Deficit spending ebensolches ist: wenn die Nachfrage nachlässt, springt der Staat ein und häuft Schulden auf die er in ruhigen Zeiten abbaut. Etwas, was in Österreich nicht gemacht wurde.

Dennoch ist jetzt die Zeit für Konjunkturpakete da, nicht die fürs Sparen. Aber nicht für wenige Bauunternehmer, sondern für diejenigen, die es brauchen.

Und auch der Keynesianismus hat einen Fehler: er stellt die Verteilungsfrage nicht. Ob ein Mensch alles Geld hat und 9 nichts, oder aber 10 gleich viel, ist in den Modellen egal.

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