15.000 Jobs sollen bei Microsoft gekürzt werden

2. Jänner 2009, 17:05
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Eine Stellungnahme des Konzerns zum geplanten Jobabbau gibt es noch nicht

Redmond/Wien - Die Auswirkungen der Finanzkrise scheinen nun auch beim weltgrößten Softwarekonzern Microsoft angekommen zu sein: Berichten zufolge bereitet das Unternehmen seine erste breit angelegte Entlassungswelle in seiner 32-jährigen Geschichte vor. Bis zu 15.000 der rund 91.000 Jobs könnten davon betroffen sein, heißt es. Microsoft wollte sich dazu bisher nicht öffentlich äußern.

Als Termin für die Ankündigung des Jobabbaus sei der 15. Jänner gewählt worden. Der Zeitpunkt liege zwischen der Consumer Electronic Show CES, auf der Microsoft-CEO Steve Ballmer den Start für die Betaversion des neuen Betriebssystems Windows 7 bekanntgeben wird, und eine Woche vor der Bekanntgabe der Zahlen für das zweite Geschäftsquartal am 22. Jänner.

Quelle sämtlicher Berichte ist ein Beitrag auf dem TechnologieBlog Fudzilla. Ein Großteil der Jobs solle bei Microsofts Webportal MSN eingespart werden. Einige Quellen des Blogs erwarten, dass auch die Region EMEA (Europa, Mittlerer Osten, Afrika) von dem Personalabbau betroffen sein wird.

Für Spekulationen sorgt auch, wieso Microsoft derart viele Stellen streichen sollte, nachdem das Unternehmen in der Vergangenheit relativ hohe Gewinne verzeichnet hatte und auch weiterhin verzeichnen dürfte. Eine mögliche Erklärung: Das Unternehmen erwägt die Schließung ganzer Geschäftseinheiten und/oder plant eine große Umstrukturierung. (red, DER STANDARD, Printausgabe, 3./4.1.2009)

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