Das Leben ist spannend genug

2. Jänner 2009, 16:49
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"Lala und Luca" ist keine Fantasy-Geschichte, handelt nicht von Piraten oder Drachen. Es geschieht auch so genug.

Hände und Beine sind dünne Striche. Ebenso der Mund oder die Augen. Malika Fouchier braucht nicht viel, um ihren Figuren Leben einzuhauchen. Lala und Luca sind nicht nur die Namen der Hauptdarsteller, so heißt auch das Buch. Gedacht ist die Geschichte für Kinder ab dem fünften Lebensjahr. Erzählt wird sie in kleinen Cartoon-Einheiten. Sechs Zeichnungen pro Seite und ein bis zwei Zeilen Text dazu.

Für Kurzsichtige ist dieses Buch sicher nicht geeignet. Beschrieben wird das Leben der beiden Kinder. Der Alltag eines Mädchens, das nicht gern früh aufsteht, dafür beim Diktat keine Probleme hat, und von einem Buben, der tagelang schlecht drauf sein kann, sich dafür in Mathematik auskennt. Lala und Luca ist keine Fantasy-Geschichte, handelt nicht von Piraten oder Drachen. Es geschieht auch so genug. Fouchier zeigt die Launen von Luca genauso wie die verschiedenen Lebensentwürfe der Großmütter. Bild für Bild geht es um die Ferien oder die gemeinsame Lehrerin. Irgendwie ist das Ganze auch eine Liebesgeschichte. Lala mag Luca am liebsten. Der interessiert sich jedoch nicht für sie. Aber nur anfangs. "Aber manchmal spielt Lala allein und da ist Luca einmal zu ihr hinübergegangen. Seitdem verstehen sie sich gut." Lala und Luca ist nicht nur ein Buch zum Lesen. Sondern auch eines, das dazu anregt, mit dem eigenen Kind mehr zu reden. Wie war's denn heute bei dir in der Schule? Ist deine Lehrerin genauso lieb wie die von Lala und Luca? Und bist du eigentlich auch schon verliebt? (Peter Mayr, DER STANDARD-Printausgabe, 23.12.2008)

Malika Fouchier

"Lala und Luca" 

13,40 Euro, 32 Seiten

Jacoby & Stuart, Berlin 2008

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