110 Verletzte bei Selbstmordanschlag auf Festessen

2. Jänner 2009, 20:09
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Attentäter sprengte sich bei Sitzung des Stammesrates sunnitischer Milizen in die Luft

Bagdad - Ein Selbstmordanschlag in der Nähe von Bagdad hat am Freitag mehr Opfer gefordert als bisher bekannt: Bei einem Festessen eines lokalen Stammesführers riss der Attentäter 30 Menschen mit sich in den Tod. 110 weitere Menschen wurden bei dem Angriff in der Ortschaft Youssifiyah teils schwer verletzt, wie die irakische Polizei mitteilte. Der Attentäter sprengte sich im Haus eines sunnitischen Scheichs in die Luft, bei dem sich gerade Angehörige von dessen Stamm zu einem gemeinsamen Mittagessen versammelt hatten.

Scheich Mohammed Abdullah Saleh al-Karghuli blieb unversehrt. Der Attentäter war nicht unter den geladenen Gästen, ihm war es aber gelungen, in die Festhalle neben der Residenz des Scheichs zu gelangen. Der Anschlag in Youssifiyah, 25 Kilometer südlich der Hauptstadt, war jener mit den meisten Todesopfern seit dem 11. Dezember, als in der nordirakischen Stadt Kirkuk 55 Menschen getötet wurden. (APA/AP)

 

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