Wiener AKA Technology im Ausgleichsverfahren

2. Jänner 2009, 14:01
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Passiva in Höhe von rund 6,4 Millionen Euro - 15 Dienstnehmer und 190 Gläubiger betroffen

Wien - Über die Wiener AKA Technology GmbH wurde am Handelsgericht Wien das Ausgleichsverfahren eröffnet. Das Unternehmen bietet den betroffenen Gläubigern die Zahlung einer Quote von 40 Prozent binnen zwei Jahren an. Die Höhe der Passiva beläuft sich auf rund 6,4 Mio. Euro. Vom Ausgleich sind 15 Dienstnehmer und 190 Gläubiger betroffen, teilt der KSV heute, Freitag, mit.

Zweck der 1997 gegründeten Gesellschaft war und ist laut Ausgleichsantrag die Verwertung einer bedeutenden Erfindung auf dem Gebiet von Polymeren Biociden. Die Forschung und Entwicklung in diesem Bereich hat die Anmeldung mehrerer Patente ermöglicht, die laut Ausgleichsantrag auch weltweit erteilt wurden.

Betreffend die Ursachen für die eingetretene Insolvenzsituation gibt das Unternehmen an, dass mit einem Vertragspartner ein Kaufvertrag zum Erwerb der Patente für die ausschließliche Nutzung im asiatischen Raum abgeschlossen worden sei. Über Monate sei jedoch die Ausgleichsschuldnerin mit wiederholten Zahlungszusagen hingehalten worden, ohne dass im Ergebnis eine Zahlung erfolgt sei. Im Vertrauen auf diese Geschäftsabwicklung sei der Betrieb aufrecht erhalten worden. Aufgrund dieser Entwicklungen habe die Ausgleichsschuldnerin einen Liquiditätsengpass hinnehmen müssen, der auch zu Exekutionen mit Pfändung aller Rohstoffe und Lagerbestände geführt habe, so der KSV.

Die betroffenen Gläubiger haben nunmehr bis 4. Februar Zeit ihre Forderungen zu gegenständlichem Verfahren anzumelden. Am 18. Februar findet die entscheidende Tagsatzung am HG Wien statt, in deren Verlauf über das Anbot abgestimmt werden wird. (APA)

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