Südafrika stellt sich selbst gutes Zeugnis aus

2. Jänner 2009, 12:59
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Periode im Sicherheitrat sei ein historisches Ereignis gewesen - Ungeachtet internationaler Kritik wegen fragwürdigen Menschenrechts-Verhaltens

Johannesburg - Trotz massiver Kritik hat Südafrika seine gerade zu Ende gegangene zweijährige Mitgliedschaft im Weltsicherheitsrat als historisches Ereignis gewürdigt. Das Außenministerium in Pretoria zählte dabei am Freitag die Intensivierung der Beziehungen zwischen den Vereinten Nationen und der Afrikanischen Union zu den wichtigsten Leistungen. "Der Sicherheitsrat war eine nützliche Plattform für eine Intensivierung der Arbeit, die Südafrika bereits bei der Konfliktlösung im Sudan, Cote d'Ivoire (der Elfenbeinküste), Burundi, dem Kongo und anderswo geleistet hat" sagte Außenministerin Nkosazana Dlamini-Zuma.

Südafrika war bis 31. Dezember 2008 nicht-ständiges Mitglied im UNO-Sicherheitsrat. Die Amtsperiode war überschattet von nationaler und internationaler Kritik an seinem Abstimmungsverhalten etwa bei Menschenrechtsfragen in Staaten mit autoritären Regierungen. So steht die südafrikanische Führung hinter dem weltweit kritisierten simbabwesischen Präsidenten Robert Mugabe, der sein Land politisch und wirtschaftlich an den Abgrund geführt hat.

Zu den stärksten Kritikern zählte Friedensnobelpreisträger Desmond Tutu, der seinem Land Verrat an den Idealen vorhielt, die einst zur demokratischen Wende und dem Ende der Apartheid geführt haben. (APA/dpa)

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