Wachstum von Lungenkrebs durch Nahrungsinhaltsstoffe stimuliert

4. Jänner 2009, 18:44
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Südkoreanische Forscher haben Phosphate, die Backwaren oder Wurstprodukten beigesetzt werden, als Krebsturbo identifiziert

Washington - Gängige Zusatzstoffe von Lebensmitteln fördern laut einer südkoreanischen Studie das Wachstum von Lungenkrebs. Wie die Untersuchung an Mäusen zeigte, reagieren Lungentumoren sensibel auf die bei der Herstellung vieler Esswaren gebräuchlichen anorganischen Phosphate.

Eindeutig Wachstum stimuliert

Die Forscher der Universität Seoul reicherten das Futter der an Lungenkrebs erkrankten Tiere entweder zu 0,5 oder zu einem Prozent mit Phosphat an. Schon nach vier Wochen fanden die Wissenschafter auffällige Unterschiede zwischen beiden Tiergruppen: "Unsere Ergebnisse zeigten eindeutig, dass eine Ernährung, die reich an anorganischen Phosphaten ist, die Größe der Tumoren gesteigert und das Wachstum der Tumoren stimuliert hat", sagt Studienleiter Myung-Haing Cho.

Untersuchungen beim Menschen ausständig

Ein verringerter Konsum dieser Stoffe könne möglicherweise sowohl zur Therapie als auch zur Prävention von Lungenkrebs beitragen, betont Cho im "American Journal of Respiratory and Critical Care Medicine". Ein Vertreter des Ärzteverbands American Thoracic Society, der die Zeitschrift herausgibt, sagte, man müsse nun klären, ob die Stoffe auch beim Menschen zu Krebs beitragen könnten.

Lungenkrebs ist die weltweit häufigste tödliche Tumorart. Phosphate werden einer Vielzahl von Lebensmitteln zugegeben, etwa Wurstprodukten, Käse, Backwaren oder Getränken. (APA/AP)

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