Ermittler prüfen Rolle von Fonds in Steuerparadiesen

2. Jänner 2009, 11:25
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Laut Zeitungsberichten sei auch die Rolle von Banken außerhalb der USA im Visier der US-Behörden

New York/Washington - Im milliardenschweren Madoff-Betrugsfall an der Wall Street haben die Ermittler einem Zeitungsbericht zufolge nun auch Fonds in Steuerparadiesen ins Visier genommen. Anleger in dem gigantischen "Schneeball-System" könnten mit Hilfe solcher Fonds Steuern hinterzogen haben. Untersucht werde dabei auch die Rolle von Banken außerhalb der USA, berichtete die "New York Times" unter Berufung auf einen Insider.

In dem wohl größten Betrugsfall der Finanzgeschichte richtete der New Yorker Broker Bernard Madoff nach eigenen Angaben einen Schaden von 50 Mrd. Dollar an. Der 70-Jährige hatte vor knapp drei Wochen den Behörden zufolge gestanden und steht derzeit in Manhattan unter Hausarrest.

Unbekannte Diebe haben dem mutmaßlichen Milliardenbetrüger und ehemaligen US-Börsenchef Madoff unterdessen eine Lektion im Umgang mit fremden Eigentum erteilt. Die Täter entwendeten in einem Anwesen Madoffs in Florida am 22. Dezember eine Skulptur im Wert von 10.000 Dollar und stellten sie in der Nähe des früher von Madoff frequentierten Country Club ab, wie die "Palm Beach Post" am Donnerstag berichtete.

An der Skulptur, die zwei Bademeister auf ihren Hochstühlen darstellt, fand sich eine Botschaft an den Besitzer: "Bernie, du Gauner, Lektion: Gib ja geklaute Besitztümer ihren rechtmäßigen Eigentümern zurück." Unterzeichnet wurde die Nachricht dem Bericht zufolge mit "die Erzieher". Die Skulptur habe den Diebstahl unbeschadet überstanden, die Polizei suche weiter nach den Tätern, hieß es. (APA/dpa-AFX)

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