"Es ist einfach die Zeit dafür, das Lokal rauchfrei zu führen"

1. Jänner 2009, 18:58
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Rauchverbot trat ohne großes Aufsehen in Kraft

Wien - "Es gibt überhaupt keine Probleme mit dem Rauchverbot", sagt Herbert Svatunek. Der Wiener Gastronom betreibt seit 13 Jahren das "Gulaschmuseum" in der Schulerstraße im 1. Bezirk. Sein Lokal gehört zu jenen Gastronomiebetrieben, in denen am 1. Jänner die Aschenbecher endgültig weggeräumt wurden. Umzubauen hätte sich nicht ausgezahlt, schildert Svatunek dem Standard, "es ist einfach die Zeit dafür, das Lokal rauchfrei zu führen".

In etlichen heimischen Lokalen wurden zu Silvester um Mitternacht die letzten Zigaretten ausgedämpft. Seit Beginn des neuen Jahres gilt in heimischen Gaststätten ein generelles Rauchverbot, Ausnahmen gelten nur noch in bestimmten Fällen. Wer sich widerrechtlich eine Zigarette anzündet, muss bis zu 1000 Euro zahlen. Den Wirten drohen bei Nichteinhaltung des Rauchverbotes Strafen von bis zu 10.000 Euro.

Gequalmt werden darf nur noch in Gaststätten mit weniger als 50 Quadratmetern, wenn diese außen erkennbar explizit als Raucherlokal deklariert sind. Vorgesehen sind im neuen Tabakgesetz Ausnahmen für größere Betriebe, die ein Raucherzimmer einrichten können. Wer dafür umbauen muss, hat eine Frist bis Juli 2010.

Unmittelbar nach Mitternacht war dennoch in vielen Lokalen der Wiener Innerstadt noch wenig von den neuen Nichtraucher-Bestimmungen zu bemerken. Manche Restaurants und Cafés hatten noch nicht einmal die verpflichtende Plakette an der Tür angebracht, bei einigen Wirten fand sich wiederum ein nicht mehr aktueller Sticker im Eingangsbereich. (fern, APA, DER STANDARD - Printausgabe, 2. Jänner 2009)

 

 

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