"Neue Zürcher" streicht Korrespondenten

1. Jänner 2009, 18:22
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Stellenabbau in Verlag und Redaktion - NZZ-Chef Stäheli begründet das mit krisenbedingt stark gesunkenen Werbeeinnahmen

Nun trifft die Wirtschaftskrise auch die renommierte Neue Zürcher Zeitung: Sie streicht in Verlag und Redaktion 24 Stellen. Auch das Netz der Auslandkorrespondenten wird ausgedünnt. Das Blatt zieht den bisherigen Südosteuropa-Korrespondenten ab; Berichte über die Region kommen künftig aus Wien.

Auch in Frankreich, Großbritannien, Benelux sowie in Südafrika streicht die NZZ Korrespondentenstellen. Bisher hatte sie mit rund 40 fixen Berichterstattern aus dem Ausland eines der dichtesten Netze im deutschen Sprachraum.

Der neue NZZ-Chef Albert P. Stäheli begründet das mit krisenbedingt stark gesunkenen Werbeeinnahmen, insbesondere von Finanzdienstleistern. Mit Stellenabbau ist die Neue Zürcher Zeitung in der Schweiz nicht allein. Er trifft von den Regionalzeitungen bis zum Boulevard-Blatt Blick fast alle Blätter. Der Berner Bund ist bedroht. (kbo/DER STANDARD, Print-Ausgabe, 2.1.2009)

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