Anas Schakfeh rügt Israel für Gewalteinsätze

01. Jänner 2009, 18:20
  • Artikelbild: "Antisemitismus kennen wir im Mittleren Osten überhaupt nicht. Er ist ein Produkt des europäischen Denkens." - Foto: Heribert CORN

    "Antisemitismus kennen wir im Mittleren Osten überhaupt nicht. Er ist ein Produkt des europäischen Denkens."

Kein Staat, also auch Israel, hätte "ein Naturrecht zu existieren"

STANDARD: Für heute, Freitag, rufen muslimische Organisationen in Wien zu einer Demonstration gegen das Vorgehen der israelischen Armee in Gaza auf. Gehen Sie hin?

Schakfeh: Nein, weil ich andere Verpflichtungen habe. Aber die Glaubensgemeinschaft unterstützt dieses Vorhaben - als Zeichen gegen Israels unverhältnismäßige Anwendung von Gewalt.

STANDARD: In einer Aussendung haben Österreichs Muslime das „kaltblütige" Bombardieren der palästinensischen Bevölkerung kritisiert. Warum wird da nicht auch gleich Hamas mitverurteilt?

Schakfeh: Schauen Sie: Hamas ist eine Organisation, und wir unterstützen keine Politik von Parteien oder Organisationen - allerdings die berechtigten Anliegen des palästinensisches Volkes. Und diese Bomben auf Gaza treffen eben nicht primär die Miliz von Hamas.

STANDARD: Hamas feuerte aber zuvor genauso Raketen auf israelische Grenzdörfer.

Schakfeh: Daher habe ich betont, dass ich Israels Antwort als unverhältnismäßig erachte. Aber es ist eben ein riesiger Unterschied, wenn ein Haus von einer primitiven Rakete getroffen wird, die ein Loch in der Wand erzeugt - oder ob ganze Straßenzüge vernichtet werden.

STANDARD: Auf beiden Seiten werden so aber Menschen gefährdet.

Schakfeh: Wir sind ja nicht dafür. Nocheinmal: Eine Rakete ist blind. Aber der Pilot eines Kampffliegers weiß, was er bombardiert.

STANDARD: Dennoch: Hamas ist eine terroristisch-islamistische Organisation, mit der auch Teile der Muslime sympathisieren. Was halten Sie denen entgegen?

Schakfeh: Ich weiß nicht, wer mit Hamas sympathisiert und wer nicht. Darüber habe ich keine Erhebungen. Natürlich kann das vorkommen. Aber uns geht es nur um die berechtigten Anliegen des palästinensischen Volkes.

STANDARD: Hamas spricht Israel jegliches Existenzrecht ab. Ist das für Sie in Ordnung?

Schakfeh: Das ist die ursprüngliche Ideologie aller palästinensischen Befreiungsorganisationen. Und die Nichtanerkennung ist eben auch eine gewisse Trumpfkarte bei den Verhandlungen im Nahostkonflikt.

STANDARD: Nach Verhandlungsbereitschaft klingt es aber nicht, wenn Hamas in ihrer Charta droht, den Staat Israel von der Landkarte zu tilgen.

Schakfeh: Das ist eine Utopie. Vielleicht wäre das 1948 möglich gewesen, weil das Land völkerrechtlich noch nicht anerkannt war. Außerdem waren damals in Palästina die Juden eine Minderheit. Es war also im Bereich des Möglichen. Aber heute davon zu reden, wo die Kräfteverhältnisse ganz augenscheinlich weit verschoben sind - da ist es eine reine Utopie, Israel von der Landkarte zu vertilgen.

STANDARD: Es reicht doch nicht, das als Utopie abzutun? Solche Gedankenexperimente sind doch zutiefst antisemitisch.

Schakfeh: Absolut nicht. Hier geht es nicht ums Judentum, nicht um die Juden an sich. Man kann jeden Staat zu seinem Feind erklären, wenn man ihn verändern oder besiegen will. Antisemitismus kennen wir im Mittleren Osten überhaupt nicht. Das gehört zur europäischen Geschichte. Er ist ein Produkt des europäischen Denkens. Die Existenz der Juden wird ja jetzt von niemandem infrage gestellt. Staaten aber haben kein Naturrecht zu existieren. Das ist eine politische Frage, die man ausverhandelt. Und die Palästinenser haben eine große Katastrophe erlitten, mit dem Entstehen von Israel. Die Palästinenser haben sich nicht an der Verfolgung der Juden in Europa beteiligt, an den Pogromen, an der Leidgeschichte der Juden. Aber sie wurden als Folge davon mit dieser Katastrophe beschert. Daher muss man die Palästinenser verstehen, das sind keine Antisemiten.

STANDARD: Ansichten wie diese führen aber heute in europäischen Städten während der Eskalationen im Nahen Osten oft zu Übergriffen von muslimischen Einwanderern gegen jüdische Mitbürger und Einrichtungen. Was tut Ihre Glaubensgemeinschaft dafür, dass das hier nicht passiert?

Schakfeh: Wir sagen klar, dass wir von hier aus keine Nahost-Politik betreiben. Das ist nicht unser Geschäft. Außerdem haben wir die Erfahrung, dass die Muslime in diesem Land redliche Bürger sind und dass keine Gesetzesverletzungen geplant sind. Die Juden sind Bürger wie wir, die in die Ereignisse im Mittleren Osten nicht involviert sind. Wir Muslime unterscheiden: Kritik an Israel darf nicht in pauschale antijüdische Ressentiments umschlagen.

STANDARD: Der Religionsgelehrte Dhia al-Shakarchi warnt, dass „viele Moscheen in Europa Brutstätten des Terrorismus" seien. „Allen voran Österreich" kritisiert er dafür, dass liberale Muslime ausgegrenzt und Ansätze islamischen Radikalismus zugelassen werden. Können Sie mit der Kritik etwas anfangen?

Schakfeh: Überhaupt nicht. Ich kenne diesen Herrn auch nicht.

STANDARD: Dhia al-Shakarchi ist immerhin Mitverfasser der irakischen Verfasssung. Zuvor lebte er 20 Jahre in Deutschland im Exil.

Schakfeh: Er kennt uns nicht. Daher muss man Zwischenrufe von fragwürdigen irakischen Gestalten auch nicht kommentieren.

STANDARD: Wie gewährleisten Sie, dass alle islamischen Vorbeter bestrebt sind, dass sich Österreichs Muslime integrieren und sich nicht in Parallelgesellschaften flüchten?

Schakfeh: Seit Jahren sind wir deswegen in Verhandlung, dass den Imamen an der Universität eine österreichische Ausbildung garantiert wird. Auch die Einrichtung eines Studiums der islamischen Theologie ist uns ein Anliegen. Doch bisher sind wir am Finanziellen gescheitert, obwohl sich auch der Rektor der Universität Wien sehr dafür einsetzt.

STANDARD: Schlecht ausgebildete Jugendliche der zweiten, dritten Einwanderer-Generation wiederum werden in den Krisenjahren einen Teil der Arbeitslosen stellen. Macht Sie das für den Islamismus nicht leicht ansprechbar?

Schakfeh: Das ist möglich. Hier muss sich die Regierung etwas einfallen lassen, dass sie diesen Menschen eine bessere Berufsausbildung ermöglicht. Allerdings habe ich keine große Befürchtungen: Denn wir sind von deutschen, französischen, spanischen Verhältnissen weit entfernt. In Österreich geht es den Muslimen besser als irgendwo anders. Daher kann ich sagen: Ich habe keinerlei alarmierende Meldungen von der islamischen Szene. Nach wie vor haben wir anständige Bürger, die miteinander friedlich auskommen.

STANDARD: Bevor Sie sich 2009 in den Ruhestand zurückziehen, soll Ihre Glaubensgemeinschaft eine neue Verfassung bekommen. Das Kultusamt hat angeregt, dass Sie Ihren Entwurf erneut überarbeiten. Worin besteht das Problem?

Schakfeh: Es geht um formalrechtliche Dinge, etwa, wie die Mitgliedschaft bei der Glaubensgemeinschaft definiert wird. Sobald wir grünes Licht bekommen, kann der Schura-Rat die Verfassung beschließen. Ich hoffe, dass das noch vor dem Sommer passiert.

STANDARD: Danach wird ein neuer Präsident gewählt. Schon ein Nachfolger in Sicht?

Schakfeh: Es werden mehrere Kandidaten bei der Wahl antreten. (Nina Weißensteiner, DER STANDARD, Printausgabe, 2.1.2009)

 

 

 

Zur Person: Anas Schakfeh (65), in Syrien geboren, lebt seit 1964 in Österreich. Seit 1997 ist der studierte Mediziner Präsident der Islamischen Glaubensgemeinschaft.
Schakfeh, Oberhaupt der Muslime in Österreich, über Hamas-Sympathien in seiner Glaubensgemeinschaft: „Ich habe keine Erhebungen. Natürlich kann das vorkommen."

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Gerhard Schwarz 
13.01.2009 13:26

Religiöse Institutionen und deren Vertreter in dieser Funktion haben keine politische Stellungnahmen abzugeben. Raus mit Religion aus der Politik. Aus Verschulden politisch Kurzsichtiger in der Wiener SPÖ maßen sich die Herren Schakfeh und Al-Rawi eine Rolle an, die ihnen in einem zivilisierten aufgeklärten Kulturstaat nicht zusteht. Der Schaden und die Schuld für die SPÖ in diesem Zusammenhang wird immer größer. Wacht endlich auf !!!

Ibrahim Abdelsalam 
06.01.2009 13:51
Muslime wehrt euch gegen Shakfeh und Hamas!

Ein sehr guter Kommentar zu den "reflexhaften Protesten" der Vertreter der islamischen Glaubensgemeinschaft in Österreich ist vor Kurzem von Thomas Schmidinger in der Presse erschienen: http://diepresse.com/home/mein... 1/index.do
Jene Muslime, die mit Schakfeh und Konsorten nicht einverstanden sind, sollten sich endlich zusammen tun und ihre Stimme laut gegen diese Instrumentalisierung erheben! Die Mitverantwortung der Hamas für das derzeitige Massaker muss endlich auch von Muslimen benannt werden. Nur so kommen wir aus dem Teufelskreis der Gewalt heraus. Wenn Muslime immer nur die Juden kritisieren und nicht auch sich selbst, dann nützt das gar nichts und verfestigt nur den Hass!

d_parker
04.01.2009 11:31
"Utopie der Vernichtung" - Sehr gute Auseinandersetzung mit den unsäglichen Sagern von Dr. Schakfeh:

http://cafecritique.priv.at/blog/2009... /#more-100

Zwei Und Vierzig
03.01.2009 12:42

Ich bin Moslem - und kein Mitglied der Islamischen Glaubengemeinschaft.

Die klaren und direkten Worte von Herrn Schakfeh decken sich aber weitgehende mit meinen Ansichten.

Auch ich glaube, dass kritik an Israel - vor allem in Politischen Themen - nicht mit antisemitismus gleichzusetzten ist.

Und - Ich glaube auch, dass Herr Schakfeh Recht hat, wenn er behauptet, dass Antisemitismus - wie sie in Europa definiert und verstanden wird - im Mittleren Osten kein Thema ist und eine Erfindung des Westens ist.

MarioV 
07.07.2009 09:36

Wieso werden die Protokolle der Weisen von Zion in islamischen Ländern so viel gelesen?
Warum tauchen antisemitische Verschwörungstheorien (z.B. die Juden wären Schuld am Tsunami vor Indonesien, weil sie eine Bombe gelegt hätten) heutzutage vorwiegend in islamischen Ländern auf?

hamstertier
09.01.2009 23:11
an 42

darf ich ihnen auf die sprünge helfen? googeln sie mal nach:
mohammed amin al-husseini
das war ein befürworter der naz!!deologie, hat mit h!tler zusammengearbeitet. das bringt vielleicht ihre sichtweise ein bisserle in die richtige richtung.

zaBiH
14.01.2009 11:41
ein muslim war mal ein "befürworter" der nazi-ideologie

... aber al-husseini hat es nicht hitler ermöglicht, millionen von menschen zu vergasen - dass war ein gewisses europäisches volk, und deshalb hat prof. schakfeh auch vollkommen recht mit seiner aussage, dass der antisemitismus ein europäisches produkt ist!!!

ihr könnt nicht die menschenverachtenden taten der nazis so leicht den muslimen übergeben!!!!

MarioV 
07.07.2009 09:35

Ähm. Das Purim-Fest der Juden wird gefeiert, weil der Perser Haman dazumals alle Juden töten wollte, dies aber verhindert werden konnte.

Madame Haram
14.01.2009 13:52
Es geht nicht um "übergeben".

Es geht darum, darauf hinzuweisen, dass Ö und D kein Monopol auf Antisemitismus (oder von mir aus können wir es auch Judenhass nennen) haben.

a grünes stricherl 
05.01.2009 03:14
was sie glauben oder nicht ...

bibliothekar
04.01.2009 18:43

Ziemlich uninteressant, was sie glauben, wenn sie es nicht begründen.

Zwei Und Vierzig
04.01.2009 23:14

Begründen? - z.B. wurden in der Islamischen Geschichte keine sechs Millionen Menschen vergast, nur weil sie einer andere Rasse angehören haben.

Oder - da ja der Iran in westlichen Medien so gerne als Zentrum von Antisemitismus und Intoleranz dargestellt wird - im Iran leben 25000 Juden. Die größte jüdische Gemeinde im Nahen Osten - es leben aber auch zig andere Volksgruppen und Minderheiten im Iran - Und es gibt keine Probleme - Und wenn man sich Europäische Probleme, z.B. mit den Roma, ansieht, dann kann Europa und der Westen noch einiges vom Iran lernen. Aber auch der Libanon oder Syrien haben keine Probleme mit Ethnien und Konfessionen...

Chien de Pique 
11.01.2009 01:14
25000... Ist aber auch nur ein Bruchteil der früheren

Population. Aber es stimmt, gemessen an den arabischen Staaten ist der Iran hier ein Vorbild an Toleranz.

a grünes stricherl 
06.01.2009 17:42
nett das sies erwähnen

schon mal was von al husseini gehört?

von bosnisch oder albanisch islamischen ss und auch wehrmachts truppen?

nicht? .. dann würd ich mich an ihrer stelle ganz schnell ins thema einlesen.

nachkriegszeit: „Ich erkläre einen heiligen Krieg, meine Brüder im Islam! Tötet die Juden! Tötet sie alle!“

und was genau meinen sie jetzt mit "nix gemacht?"

Zwei Und Vierzig
10.01.2009 12:45

Ein "Mufti" bzw. "Großmufti" dessen religiöse Position von einem britischen Diplomaten zugewiesen wird und dann nach Deutschland flieht - gehört wohl nicht zu der Mehrheit der Moslems.

Abgesehen davon - vor 70 Jahren, wir man - wenn man freiwillig in Deutschland gelebt hat und Beziehungen zur Deutschen Führung hatte - eine gewisse Sympathie für die Nazional Sozialistische Ideologie gehegt haben. Keine Frage. Es gab auch anderen Personen - die der Nazi Ideologie nahe gestanden sind, und keine Deutschen waren.

Aber daraus abzuleiten, dass Antisemitismus ein weitverbreites "Problem" in Islamischen Ländern des 21. Jahrhunderts ist, ist schon sehr abeteuerlich.

si net
06.01.2009 09:44
in der Islamischen Geschichte keine sechs Millionen Menschen vergast

das ist richtig
aber die andauernden Gemetzel und Blutvergießen - der Neuzeit - auf allen Kontinenten - und zumeist in infratsrukturell benachteiligten Gebieten, die sich meist in Terrorzellen legitimierende Ausdrucksform an Protest -
ist vor allem - islamisches Handlungsgebiet
Auch das steht außer Zweifel. So leids mir tut..
Der Iran - ist in ganz andere Richtung totalitär, Christen wie auch andere Gruppen werden auf schamlose Weise verfolgt, selbst Glaubensbrüder (Irak) nicht verschont
Der Islam oder Iran hat nicht einfach ein Problem mit den Christen, aber ein Problem mit dem Westen!

Auch der Iran kann viel lernen, und wird es auch noch vom Westen. Das musste sein

Madame Haram
05.01.2009 18:05
"z.B. wurden in der Islamischen Geschichte keine sechs Millionen Menschen vergast, nur weil sie einer andere Rasse angehören haben."

Und damit das auch so bleibt, muss sich Israel verteidigen dürfen. So einfach ist das. Wie groß der arabische Fan-Club Hitlers war und bis heute ist, ist im übrigen auch kein Geheimnis.

Ihre Aussagen über den Iran werte ich jetzt einfach mal als etwas eigenwilligen Sinn für Humor.

Zwei Und Vierzig
09.01.2009 11:13

Menschen, die den Iran nur vom hören-sagen aus den Westlichen Medien kennen, sind immer sehr überrascht, wenn sie mit der tatsächlichen Realität im Iran konfrontiert werden ...

http://conflictiran.blogspot.com/2006/04/c... -iran.html

Ich wünsche auf diesem Weg allen Iranischen Christen nachträglich frohe Weihnachten und ein gesegnetes neues Jahr.

Madame Haram
09.01.2009 18:58
Anstatt irgendwelche Blogs als seriöse Quellen verkaufen zu wollen,

sollten Sie lieber lernen, Ihr Herkunftsland, Ihren Kulturkreis und Ihre Religion kritisch zu betrachten.

Ich praktiziere das, seit ich denken kann. Und es hat meiner Liebe zu Österreich (Religion hab ich keine mehr) keinen Abbruch getan.

Zwei Und Vierzig
15.01.2009 23:29
Zwei Und Vierzig
10.01.2009 12:25

...ich hinterfrage und kritisiere die Zustände im Iran und in meinem Kulturkreis sehr wohl wenn es (aus meiner subjektiven Sicht) etwas zu kritisieren gibt.

Und ich beziehe meine Informationen nicht nur aus Blogs - ich habe Familie im Iran, ich fahre in den Iran, ich empfange (persiches) Sat aus dem Iran und auch aus den USA, ich habe höre Iranisches Radio (ebenfalls aus dem Iran und international), ich beziehe Informationen aus dem Internet. - UND ich habe kontakt zu Iranern - auch Iranische Christen. z.B. Armenische Familien die, über Österreich, aus dem Iran emmigrieren.

Also im Gegensatz zu den meisten Postern hier, beziehe ich meine Informationen nicht nur über irgendwelche gefilterten Medien.

Madame Haram
13.01.2009 16:35
"...ich hinterfrage und kritisiere die Zustände im Iran und in meinem Kulturkreis sehr wohl wenn es (aus meiner subjektiven Sicht) etwas zu kritisieren gibt."

Und das ist ja beim Iran zum Glück so gut wie nie der Fall...sagt die Oma von "Zwei und Vierzig", und die Urstrumpftante auch...und im iranischen TV und Radio sagen`s es auch...ich bin beruhigt.

Zwei Und Vierzig
05.01.2009 23:11

Tja ... "arabischer Fan-Club" ... ich muss sie leider enttäuschen. 95% der Araber bzw. der Personen im Nahen Osten können wohl mit Hitler oder dem Begriff Holocaust nichts anfangen. Abgesehen von Israel und dem Palästinenserkonflikt hat dieser Teil der Geschichte keine Relevanz im Nahen Osten. Man lernt das vielleicht nebenbei in der Schule. Genauso wie man in Österreich wohl auch nicht jedes Detail der Arabischen oder Iranische Geschichte lernt.

Meine Aussagen über den Iran können sie werten wie sie wollen - zugegeben Maßen - wenn man Bahai ist im Iran, hat man nicht gerade das große Los gezogen (das wir im Iran politisch gewertet) - Aber sonst haben Minderheiten (religiös oder als Volksgruppe) keine Probleme.

Gluck
08.01.2009 16:42
Wie schaut's im Iran

aus, wenn man Atheist ist?

a grünes stricherl 
06.01.2009 17:44
doch können sie ... können sie sehr gut

sonst gäbs aus arabischen munde nicht ständig das bedauern dass hitler seine arbeit "nicht beenden konnte"

btw ... das schönfärben der geschichte der juden im nahen osten passt auch nicht .. warum glauben sie denn mussten hunderttausende orientalische juden unter zurücklassung aller habseligkeiten nach israel fliehen?

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