Discounter als Gewinner der Krise

1. Jänner 2009, 16:25
posten

Gute Zeiten für Aldi & Co. - Die Wirtschaftskrise verändert das Einkaufsverhalten, auch im Textilbereich sind Diskonter auf dem Vormarsch

Düsseldorf - Schlechte Zeiten für die Wirtschaft sind gute Zeiten für die Discounter. Egal ob sie mit Lebensmitteln handeln wie Aldi und Lidl oder ob sie in der Textilsparte aktiv sind wie Kik oder Takko: Die preislich aggressiven Anbieter dürften zu den größten Gewinnern der Wirtschaftskrise gehören. Davon geht der Handelsexperte der Unternehmensberatung A.T. Kearney, Mirko Warschun, aus.

Nach einer repräsentativen Umfrage der Beratungsgesellschaft Ernst & Young führt die Wirtschaftskrise bereits zu einer spürbaren Veränderung des Einkaufsverhaltens der Bundesbürger. Zwei Drittel der Verbraucher achtet stärker auf den Preis und auf Sonderangebote, fast die Hälfte der Konsumenten kauft häufiger beim Discounter.

Schon heute haben die Discounter im deutschen Lebensmittelhandel einen Marktanteil von über 43 Prozent - mit nach wie vor steigender Tendenz.

Und auch im Bekleidungshandel gewinnt das Billigkonzept schnell an Boden. Der zur Tengelmann-Gruppe gehörende Textil-Discounter Kik, der mit dem Slogan "Nur nackt ist billiger" wirbt, eröffnet jährlich rund 400 neue Filialen. Inzwischen gibt es über 2.500 Geschäfte in Deutschland und Österreich, wo Kik T-Shirts für 1,99 Euro oder Jeans für 9,99 Euro anbietet. Konkurrent Takko hat es mit Angeboten wie etwa Wintermänteln für 13,99 Euro in der Bundesrepublik ebenfalls schon zu über 1.000 Filialen gebracht.

C&A, zwar kein Discounter im engeren Sinne, aber doch ein Anbieter mit scharfen Blick auf das Preisschild, profitiert ebenfalls seit Jahren vom Trend zum Billigeinkauf. (APA/AP)

Share if you care.